Das Marienplatzfest lädt übers Wochenende zu Musik-Acts, Performances, Drinks und Food. Zur Eröffnung haben wir vorbeigeschaut und erste Eindrücke gesammelt.

Bunte Fahnen, wohin das Auge blickt, und das Motto „Free the People, Love & Peace“ eröffnen das diesjährige Marienplatzfest, das nun in seine elfte Runde geht. Das Vorwort des Festival-Booklets beginnt mit ernsten Tönen, thematisiert Umweltkatastrophen, Krieg und Vertreibung, um dann dahin überzuleiten, dass „uns und der Stuttgarter Gesellschaft und allen, die mitfeiern“ das Fest gut tun wird. Das Wetter spielt auf jeden Fall zum Auftakt des beliebten Stadtteilfestes mit, und am frühen Donnerstagabend tummeln sich die ersten Kinder, Familien und Freundeskreise auf dem Platz.

 

Holzpaletten und psychedelischer Indie-Rock

Von Donnerstag, 17., bis Sonntag, 20. Juli, gibt es im Stuttgarter Süden wieder ein buntes und vielfältiges Programm aus Live-Acts, Performances, Drinks und Food. Die Bühne steht dieses Mal um knapp 90 Grad versetzt, parallel zur Tübinger Straße, wo sie sonst aus Blickrichtung des Kaiserbaus und seinen Cafés zu sehen war. Sicherheitsvorkehrungen seien dafür der Anlass, sagt Mitveranstalter Reiner Bocka. An den Ständen werden die letzten Schilder aufgehängt, Alles bereitet sich auf’s große Festwochenende vor. Psychedelischer Indie-Rock, Foods und Drinks Mit einem DJ-Set von Organic Love Affair geht es um 17 Uhr los, während sich die ersten Besucherinnen und Besucher entweder auf den Holzpaletten verteilen, oder an den vielen Ständen stöbern und schmausen.

Pizza, Tacos, Burger, Churros

Musikalisch steht das Programm an diesem Abend unter dem Stern des psychedelischen Indie-Rock. Beginnend um 18 Uhr mit dem Auftritt der vierköpfigen Stuttgarter Band Balsa, die mit verzerrten Gitarren und sphärischen Klängen aufwartet, gibt es die ersten guten Vibes. An Food und Drinks ist auch kein Mangel: Wer will, bekommt beispielsweise Pad Thai, Pizza, Tacos, Burger, Churros und als sommerabendliches Getränk Sarti Lemon Spritz. Italienische Chansons und Menschen, die zusammen feiern Am Stand neben der Bühne, auf dem ein übergroßer Marienkäfer aus Pappmaché thront, gibt es Merch wie das Soli-Marienplatzfest-Bändchen und Motto-Shirts. Die Stimmung ist entspannt, man tanzt.

Mit etwas Verspätung tritt gegen 21 Uhr die fünfköpfige Band Mother Island aus Vincenza auf – ein psychedelisch rockiger Kuss italienischer, kalifornischer wie auch britischer Töne. Ihr rauchiges Cover des italienischen Chansons „l’appuntamento“ von Ornella Vanoni kommt dann auch gerade richtig. Das Fest-Motto scheint aufzugehen, übers Wochenende wird noch viel Musik, Tanz und Kunst geboten sein. An diesem Abend sind die Menschen jedenfalls von überall her zusammengekommen, um miteinander zu feiern.

Marienplatzfest, Stuttgart-Süd, 17.-20. 7., Fr. 17-1, Sa. 11-1, So, 11-23 Uhr