Aufarbeitung der Stuttgarter Krawallnacht Rockenbauch rückt Aussage zurecht

Von Thomas Braun 

OB-Kandidat Hannes Rockenbauch wehrt sich gegen die Kritik: Mit seiner Forderung nach polizeifreien Räumen habe er keineswegs den Eckensee gemeint, sondern sich ausschließlich auf das geplante Haus der Prävention bezogen.

Hannes Rockenbauch hat seine Forderung nach polizeifreien Räumen nach scharfer Kritik an seiner Aussage klargestellt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Hannes Rockenbauch hat seine Forderung nach polizeifreien Räumen nach scharfer Kritik an seiner Aussage klargestellt. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Der OB-Kandidat und Sprecher der Linksfraktion im Gemeinderat, Hannes Rockenbauch, hat seine Forderung nach polizeifreien Räumen in der Stadt präzisiert. Der Stadtrat war dafür unter anderen von der FDP-Stadträtin Sibel Yüksel scharf kritisiert worden. Er habe sich dabei auf das geplante Haus der Prävention bezogen und nicht etwa auf den Eckensee, von dem aus Mitte Juni die Krawalle in der Stuttgarter Innenstadt ausgegangen waren, bei dem sich hunderte von Jugendlichen mit der Polizei Straßenschlachten geliefert und Geschäfte geplündert hatten. Ein Haus der Prävention werde nicht effektiv arbeiten können, wenn dort neben Sozialarbeitern auch die Polizei präsent sei. „Das und nichts anderes habe ich gemeint“, stellte Rockenbauch gegenüber unserer Zeitung klar.

In seiner Rede im Gemeinderat hatte er ausweislich des Wortprotokolls gesagt: „Ein Haus der Prävention in unserem Präventionsbegriff ist in erster Linie kein Raum, wo dann auch gleichzeitig noch die Polizei drinsitzen kann.“ Sibel Yüksel hatte ihm daraufhin in ihrem Debattenbeitrag vorgeworfen, im zuständigen Fachausschuss von „polizeifreien Räumen“ gesprochen zu haben und dieses als unerträglich bezeichnet.




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