Aufruf in Stuttgart-Ost Wer sind die drei Frauen im Laden am Stöckach?

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Der Museumsverein Stuttgart-Ost plant eine Ausstellung über den Stöckach. Ein dafür erworbenes Foto wirft viele Fragen auf.

Ein Foto und viele Fragen: Wer sind die drei Frauen? Gab es diesen Laden tatsächlich einmal am Stöckach? Muse-O freut sich über Antworten. Foto: Sammlung Gohl
Ein Foto und viele Fragen: Wer sind die drei Frauen? Gab es diesen Laden tatsächlich einmal am Stöckach? Muse-O freut sich über Antworten. Foto: Sammlung Gohl

S-Ost - Drei lächelnde Frauen mit Hütchen, möglicherweise an Fasching, auf jeden Fall aber in einem Laden, in dem es Schreibwaren und Spielsachen gibt. Wahrscheinlich gab es diesen Laden irgendwann in der Nachkriegszeit am Stöckach. Aber so ganz genau weiß man es nicht. Und deswegen bittet der Museumsverein Stuttgart-Ost (Muse-O) jetzt um Mithilfe, um mehr über dieses Foto und den Laden zu erfahren.

Gleich mehrere Rätsel

Hintergrund ist, dass der Verein in absehbarer Zeit sowohl eine Ausstellung über den Stadtteil Stöckach als auch eine weitere über den hiesigen Einzelhandel plant. Deswegen stöbert der Muse-O-Kurator Ulrich Gohl immer wieder nach Informationen und eben auch Fotos, die er möglicherweise für die Ausstellungen brauchen kann. Vor Kurzem hat er unter anderem dieses Foto kaufen können, das ihn aber in mancher Hinsicht vor Rätsel stellt.

Die Wörthstraße gibt es nicht mehr

Es handelt sich dabei um eine Privat-Postkarte, wie sie in der Nachkriegszeit durchaus verbreitet waren. Auf der Rückseite ist ein Fotografenstempel mit der Aufschrift „J. Scholz, Stuttgart-O, Wörthstraße 19, zu finden. Die Wörthstraße ist heute auf dem Stuttgarter Stadtplan nicht mehr zu entdecken – sie wurde 1957 in Riekestraße umbenannt. Der Historiker Gohl erhofft sich nun Antworten auf folgende Fragen: „Wurde das Foto tatsächlich am Stöckach aufgenommen, oder stammt nur der Fotograf von hier? Wie hieß der Schreibwarenladen, und wo befand er sich genau? Kennt vielleicht sogar jemand die abgebildeten Damen? Und: Weiß jemand mehr über den Fotografen?“ Wer die eine oder andere Antwort hat, kann sich per E-Mail an ausstellungen@muse-o.de bei dem Ausstellungsmacher melden.

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