Aufsichtsratssitzung beim VfB Dieter Hundt ist am Zug

Dieter Hundt steht bei der Stuttgarter Präsidentensuche im Fokus. Foto: dpa 19 Bilder
Dieter Hundt steht bei der Stuttgarter Präsidentensuche im Fokus. Foto: dpa

Am Dienstag trifft sich der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart, um über die Präsidentenfrage zu beraten. In der Kritik steht dabei Dieter Hundt. Selbst ein Rücktritt des Aufsichtsratschefs wird nicht ausgeschlossen.

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Stuttgart - Es ist ziemlich lange her, dass sich Dieter Hundt (74) zur Lage beim VfB Stuttgart geäußert hat. Die Anfragen beantwortete der Aufsichtsratschef zuletzt immer mit dem Hinweis auf die Sitzung seines Kontrollgremiums, die am Dienstag stattfindet. Davor gebe es nichts zu sagen, hieß es. Ob Hundt danach eine Erklärung abgibt, ist ungewiss. Fest steht jedoch, dass jetzt in der Präsidentenfrage die entscheidenden Weichen gestellt werden.

Denn am 22. Juli findet die Mitgliederversammlung statt, auf welcher der neue Mann gewählt werden muss – oder auch nicht. Nach wie vor wird Hundt bei vielen Fans so kritisch gesehen, dass jeder von ihm nominierte Kandidat befürchten muss, in sechs Wochen keine Mehrheit zu erhalten. Hundt hat diese Entwicklung registriert und sich Gedanken über seine Zukunft beim VfB gemacht. Angesichts der verhärteten Fronten halten einige im Club den zeitnahen Rücktritt von Hundt nicht für ausgeschlossen, um Platz für einen Neuanfang zu machen. Sollte er im Amt bleiben, wäre auf jeden Fall eine turbulente Mitgliederversammlung garantiert – mit ungewissem Ende. Hundt ist also am Zug.

Mercedes-Benz ist am Steuer

Dennoch liegen dem Aufsichtsrat heute Namen auf dem Tisch. Klar ist, dass der Prozess von Mercedes-Benz gesteuert wird, alleine deshalb, weil der Daimler-Manager Joachim Schmidt als stellvertretender VfB-Aufsichtsratschef auch die Präsidentenfindungskommission des Bundesligisten geleitet hat. Dieser Ausschuss hat genauso Vorschläge unterbreitet wie eine Personalberatung und der Ludwigsburger Sportanwalt Christoph Schickhardt.

Eine Option, über die diskutiert wird, ist Bernd Hoffmann, der zwischen 2003 und 2011 als Vorstandschef beim Hamburger SV tätig war. Offenbar gibt es aber sogar Überlegungen, das Präsidentenamt mit einem ehemaligen Daimler-Mann zu besetzen. Aber alles hängt von Hundt ab.




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