Der TV Bittenfeld hat den Sprung in die höchste nationale Spielklasse im Handball geschafft – und steht dort vor einer schweren Aufgabe. Denn die Aufsteiger sind auch Absteigskandidaten.
Stuttgart - Der württembergische Handball hält seine Quote. Zwar steht die SG Bietigheim schon seit längerer Zeit als Absteiger aus der Bundesliga fest, dafür rückt nun – neben Göppingen und Balingen – definitiv der TV Bittenfeld nach. Und zwar unter ähnlichen Vorzeichen wie der Vorgänger. Auch der TVB schaffte als Tabellendritter den Sprung ins Oberhaus, und das ebenfalls auf den letzten Drücker. Somit ist klar: es geht nur um den Klassenverbleib. Das ist eine Herkulesaufgabe für alle Neulinge, wie ein Blick in die Statistik zeigt. In den vergangenen fünf Jahren haben von 15 Kandidaten nur zwei (Bergischer HC und Minden) das erste Jahr überlebt.
Dennoch scheint die Konstellation etwas günstiger als in Bietigheim. Denn für Bittenfeld kommt der Aufstieg nach Platz vier im Vorjahr nicht ganz überraschend, er war sogar irgendwo eingeplant. Und der neue Trainer König kann auf eine seit Jahren eingespielte und gewachsene Mannschaft bauen. Ob das – gepaart mit den geplanten weiteren Neuzugängen – für den Klassenverbleib reicht, bleibt abzuwarten.
Vom Umfeld her ist der Verein indes schon bestens aufgestellt. Der bisherige Trainer Jürgen Schweikardt kümmert sich künftig ausschließlich um Marketing und Organisation, mit der Handball-affinen Porsche-Arena hat der Club ein Faustpfand, das je nach Auslastung eventuell auch noch weitere Neuzugänge zulässt. Dazu aber muss die Mannschaft in der Liga zunächst einmal mehr sein als Kanonenfutter. Das wird schwer genug – frag nach beim Nachbarn Bietigheim.