Aufstiegsspiele zur Fußball-Verbandsliga Paukenschlag beim Weilimdorfer Aufstiegsgegner

Auch in den Aufstiegsspielen wollen die Weilimdorfer Fußballer jubeln. Foto: Archiv Günter Bergmann

Der TSV Weilimdorf kämpft von diesem Mittwoch an um den erstmaligen Sprung in die Fußball-Verbandsliga – und trifft auf einen Verein, der einst in der zweiten Liga spielte, nun aber in Turbulenzen steckt.

Lokalsport: Patrick Steinle (pst)

Wie hat der Trainer Manuel Fischer gesagt? „Finalspiele sind dafür da, um gewonnen zu werden.“ Dies möchte er mit seinen Fußballern des TSV Weilimdorf nun umsetzen und die Nord-Stuttgarter erstmals in ihrer Abteilungsgeschichte in die Verbandsliga führen. Nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft in der Landesliga-Staffel 2 beginnen an diesem Mittwochabend (18 Uhr) die Aufstiegsspiele. Erstrundengegner von Fischers Kickern ist in Neckarsulm der entsprechend Zweite aus der Staffel 1, der VfR Heilbronn.

 

„Wir haben uns das erarbeitet und wollen es mit Vorfreude angehen, nicht mit Ehrfurcht“, sagt der Coach, dessen Mannschaft eine starke Entwicklung hingelegt hat. In den vergangenen Jahren kämpften die Weilimdorfer meist bis zum Ende gegen den Abstieg, und auch in dieser Saison blieben sie in den ersten sieben Spielen sieglos. Doch seitdem haben sie sich zum Spitzenteam gemausert. In der abgelaufenen Punkterunde stellten sie die mit Abstand beste Offensive ihrer Staffel. Nicht zuletzt auf diese wird es nun in der Zusatzschicht ankommen.

Heilbronn wirft Trainer vor den Aufstiegsspielen raus

Im ersten von bestenfalls noch drei Spielen wartet auf die Torhungrigen ein ungewohntes Ambiente. Das Neckarsulmer Pichterichstadion fasst 6000 Zuschauer. Der Gegner dürfte eine große Anhänger-Schar als Unterstützung haben. „Vielleicht beflügelt die Kulisse auch uns“, hofft Fischer.

Nicht beflügelt werden indes die Langzeitverletzten Utku Caca und Hakan Tepegöz sowie der privat verhinderte Tamer-Harun Fara sein. Dagegen ist der lange Zeit verletzte Angreifer Enis Küley wieder eine Option. Er gab am Wochenende beim 4:0-Heimsieg gegen Waldstetten sein Comeback.

Den Gegner hat Fischer sowohl live als auch mittels Videomaterial beobachtet. „Wir schauen auf uns, wollen mit Ballbesitz und Aggressivität unser Ding durchziehen“, sagt er jedoch. Ohnehin ist eine Einschätzung schwer, kamen die Heilbronner zuletzt doch als Wundertüte daher. Es wechselten sich bei ihnen Siege und Niederlagen ab, sodass sie das Titelrennen in ihrer Staffel mit dem TSV Heimerdingen letztlich verloren. Der Paukenschlag: Als Reaktion auf die sportliche Instabilität hat der Club Anfang dieser Woche seinen Trainer Pascal Marche gefeuert. Der Teammanager Zdenko Juric übernimmt als Interimslösung beim einstigen Zweitligisten, der nach zwischenzeitlicher Insolvenz 2018 neu gegründet wurde, notgedrungen ganz unten in der Kreisliga B wieder begann und seitdem dreimal aufgestiegen ist.

Sollten die Weilimdorfer gewinnen, steht bereits am Samstag in Plattenhardt ihr Zweitrundenspiel gegen den VfL Nagold oder den FC Wangen an.

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