Auftakt EM 2024 Ein starker Beginn der Nationalelf, mehr nicht

Der richtige Fingerzeig: Florian Wirtz und die Nationalmannschaft haben Grund zum Jubeln. Foto: dpa/Federico Gambarini

Das 5:1 gegen Schottland im EM-Eröffnungsspiel bringt gleich beste Stimmung. Doch nüchtern betrachtet, ist der Sieg nur die Basis für den weiteren Turnierverlauf, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Strahlende Gesichter im Kreis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) – das war natürlich ein EM-Auftakt, wie ihn sich alle ersehnt hatten. Allein das Ergebnis spricht für sich: 5:1. Das schottische Team war an diesem Abend in München gegen die heimische Nationalmannschaft überfordert. Die Gäste waren nur beim Singen ihrer Nationalhymne wuchtig. Sportlich wird es die DFB-Elf in keinem Spiel der Euro 2024 so einfach mehr haben wie gegen die „Bravehearts“. Deshalb bleibt festzuhalten: Das war ein überzeugender Start, aber nicht mehr.

 

Nur der erste Schritt ins Turnier ist getan. Allerdings kann er sich als Initialzündung für den weiteren Verlauf erweisen – für die jetzt schon euphorisierten Fans im Land und ein Team, das sich energisch und entschlossen präsentierte. Der Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zum Eröffnungsspiel vorgegeben, dass er von den Nationalspielern vor allem „den Glauben an sich selbst“ verlange. Diesen haben sie eindrucksvoll gezeigt.

Doch schon am Mittwoch geht es weiter und die offenbarte Spielfreude allein wird nicht reichen. Ungarn heißt der Gegner in Stuttgart und beim DFB tut man gut daran, die erste Gruppenpartie richtig einzuordnen. Der Erfolg legt die Basis für das Heimturnier. Womit die misslungenen ersten Begegnungen bei den drei vergangenen Welt- und Europameisterschaften vorerst aus den Köpfen sind. Und noch nie ist die Nationalmannschaft nach einem Auftaktsieg in der Vorrunde ausgeschieden. Der Start nach Maß kann sich also als der Beginn von etwas Großem erweisen.

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