Auftritt eines besonderen Fanclubs Star Wars im Sensapolis

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Zwei Dutzend Charaktere aus Krieg der Sterne sind am Samtag durch die Sindelfinger Freizeitanlage marschiert. Die Besucher haben sie gejagt – im Spiel natürlich. Und der absloute Held der Kinder ist der böseste von allen.

Fotoshooting mit einem abtrünnigen Jedi-Ritter: Darth Vader kommt bei den Fans besonders gut an. Foto: factum/Granville 26 Bilder
Fotoshooting mit einem abtrünnigen Jedi-Ritter: Darth Vader kommt bei den Fans besonders gut an. Foto: factum/Granville

Sindelfingen - Die Kinder winken und lachen, dabei schaut er wirklich nicht freundlich drein: Darth Vader schreitet majestätisch mit wehendem Mantel durch die Halle. „Alle Kinder wollen Darth Vader sein“, sagt Dirk Sander. Mit seinem Club Star Warriors hat er am Samstag die Freizeitanlage Sensapolis bevölkert. Sie schlüpften in die Rolle von rund zwei Dutzend Charakteren aus der Krieg der Sterne-Reihe. Neben Darth Vader waren unter anderem auch Yoda, Kylo Ren, Padmé Amidala, Boba Fett und ein X-Wing-Pilot mit von der Partie. Bei einer Schnitzeljagd konnten die Kinder die Figuren in der ganzen Halle „jagen“. Bei einem vollen Stempelblatt gab es dann eine Überraschung.

Leuchtende Kinderaugen

„Die leuchtenden Augen der Kinder sind das Schönste“, findet Dirk Sander. Der 38-Jährige ist der stellvertretende Leiter des Reutlinger Clubs Star Warriors. Ihr Auftritt im Sensapolis ist ehrenamtlich, sie sammeln Spenden für einen Frühchen-Verein. Das Event sei gut besucht, sagt er. „Und für uns ist es toll, dass wir in unsere Welt eintauchen können.“ Der 17-jährige Eric Mikölaj hat sich zum Beispiel in einen Sturmtruppler verwandelt. Rund 1000 Euro investierte er in seine Rüstung aus einem speziellen Kunststoff. „Es ist kein billiges Hobby“, sagt er und lacht. Für ihn ist seine Figur die coolste von allen: „Ohne Stormtrooper wäre Star Wars gar nicht möglich.“

Lauter Bösewichte

Siegfried Grohnert hat nach 300 Stunden aufgehört zu zählen. So lange arbeitete er allein am Helm für seinen mandalorianischen Kopfgeldjäger. Seine Rüstung besteht aus Blech, der 51-Jährige hat sie selbst von Hand genietet. Rolf Pascher hat bereits 14 Kostüme aus den Star Wars-Filmen nachgeschneidert. „Das Basteln macht Spaß“, sagt der 50-Jährige. Als Scout Trooper ist er im Sensapolis gelandet, alle seine Figuren sind von der imperialen Seite, den Bösewichten also. Pascher hat vor 40 Jahren den ersten Film der Reihe zur Premiere im Kino gesehen, damals noch unter dem deutschen Titel „Krieg der Sterne“. Interessant und arbeitsintensiv sei sein Hobby, sagt er. „Ich könnte kein Kostüm von der Stange kaufen.“