Auftritt im ZDF-„Sportstudio Kritik an Haltung zu Katar: Rummenigge fordert „Geduld“

Karl-Heinz Rummenigge (links) hat sich im ZDF-“Sportstudio“ zur Katar-Kritik geäußert. Foto: dpa/Arne Dedert
Karl-Heinz Rummenigge (links) hat sich im ZDF-“Sportstudio“ zur Katar-Kritik geäußert. Foto: dpa/Arne Dedert

Zuletzt wurde immer häufiger Kritik am FC Bayern München und dessen Beziehungen zu Katar laut. Nun hat sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge dazu im ZDF-“Sportstudio“ geäußert.

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München - Nach anhaltender Kritik an der Partnerschaft des FC Bayern mit Katar hat der Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge „notwendige Geduld“ mit dem Land eingefordert. Bei den Menschen- und Arbeitsrechten sei Katar „schon ein ganzes Stück nach vorn gekommen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters im ZDF-„Sportstudio“. Den Forderungen, der FC Bayern müsse sich gegenüber dem WM-Ausrichter von 2022 stärker positionieren und deutlichere Zeichen setzen, entgegnete Rummenigge: „Wir beim FC Bayern sind der Meinung, dass man in einem Dialog viel mehr erreicht als in einer permanent kritischen Haltung.“

Die Münchner werden von der Fluglinie Qatar Airways unterstützt und nutzten Katar mehrfach für ihr Winter-Trainingslager. Die Frauenfußballerinnen der Bayern waren zuletzt ebenfalls in Katar. Auch aus der Münchner Fanszene gab es in der Vergangenheit immer wieder Kritik an der Partnerschaft.

Situation zuletzt verbessert

Rummenigge verwies darauf, dass sich das noch junge Land entwickelt habe. Der Fußball leiste einen „großen Beitrag zur Verbesserung der Situation“. Der FC Bayern oder der Fußball allein könnten aber keine umfassenden Veränderungen bewirken. „Wir können nicht die ganze Welt verbessern“, sagte Rummenigge.

Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich die Lage ausländischer Arbeiter in Katar zuletzt verbessert, das Land setze seine Reformen aber nur unzureichend um. Zudem werden demnach einheimische Arbeitgeber bei Verstößen häufig nicht zur Rechenschaft gezogen. Dadurch sind laut Amnesty Tausende Arbeiter weiter der Gnade skrupelloser Arbeitgeber ausgesetzt, deren Missbräuche straflos blieben.




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