Augmented-Reality-App Die Fantastischen Vier veröffentlichen erstes AR-Musikvideo

Von aks 

Fans der Stuttgarter Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen Vier“ können per Augmented-Reality-App für das Smartphone im Rahmen des Musikvideos zur neuen Single „Tunnel“ in virtuelle Welten eintauchen.

Die Augmented-Reality-App der Fantastischen Vier ist in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Headraft entstanden. Foto: Screenshot YouTube/Die Fantastischen Vier
Die Augmented-Reality-App der Fantastischen Vier ist in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Headraft entstanden. Foto: Screenshot YouTube/Die Fantastischen Vier

Stuttgart - Mit dem Musikvideo zu ihrer neuen Single „Tunnel“ wagen sich die Fantastischen Vier in virtuelle Welten vor. Die vier Stuttgarter Hip-Hopper haben in Zusammenarbeit mit Lars Timmermann und der Produktionsfirma Headraft eine sogenannte Augmented-Reality-App für das Smartphone entwickelt. So haben Fans die Möglichkeit, das „Tunnel“-Video in einer virtuellen Umgebung (Augmented Reality, kurz AR) zu erleben.

Weltweit erstes Musikvideo mit Augmented Reality

Mit der kostenlosen AR-App kann das laut den Fantas weltweit erste AR-Musikvideo auf nahezu jeder Oberfläche (Tisch, Boden, Herdplatte etc.) abgespielt werden. Der Nutzer übernimmt dabei die Rolle der „Mission Control“ und kann den virtuellen Bohrkopf, der mit den Gesichtern der Fantastischen Vier bestückt ist, mit Drehungen und extra Boosts steuern. Dabei erhält man Punkte, die am Ende gegen einen Remix des Songs als Download eingetauscht werden können.

Eine Twitter-Nutzerin teilte ihren virtuellen „Tunnel“-Ausflug auf der Kurznachrichtenplattform.

Die App kann allerdings nur mit einem AR-kompatiblen iPhone (ab iPhone 6S mit dem Betriebssystem iOS 11 oder höher) genutzt werden.

Entwickler stammen von der Filmakademie

Die kreativen Köpfe hinter dem AR-Musikvideo und der App sind Studenten oder Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Julian Weiß, Fabian Fricke und Regisseur Lars Timmermann entwickelten die App gemeinsam mit ihrem Team der Augmented- und Virtual Reality Produktionsfirma Headraft.

Bei der Gestaltung des Musikvideos wollte Regisseur Lars Timmermann eine virtuelle Ästhetik vermeiden. Statt dessen erschufen die App-Entwickler eine haptische, eher organische Optik. Dazu verwendeten sie für die diversen „Welten“, die man durchspielen kann, echte Objekte. Diese wurden im Entstehungsprozess abfotografiert und anschließend als 3D-Inhalt in das „AR“-Video eingebaut.

Die Köpfe der vier Bandmitglieder wurden mit Hilfe der FaceID-Technik des neuen iPhone X aufgenommen und als virtuelle Animationen auf den Bohrkopf im Musikvideo gesetzt. Im Making-of-Video erklären Timmermann und sein Team den Entstehungsprozess.

Die Single „Tunnel“ haben Michi Beck, Smudo, Thomas D und And.Ypsilon bereits am 16. Februar veröffentlicht. Die Veröffentlichung des zehnten Studioalbums „Captain Fantastic“ folgt am 27. April.

Was ist Augmented Realitiy?

Unter dem Begriff versteht man die computergestützte Erweiterung der menschlichen Realtitätswahrnehmung. Dabei können beispielsweise innerhalb eines Videos virtuelle Objekte eingeblendet werden. Die so erzeugte virtuelle Realität wird unter anderem dazu verwendet, zusätzliche Informationen in schon bestehende Bilder oder Videoübertragungen zu integrieren. Ein Beispiel: Bei Sportsendungen im Fernsehen, wie etwa Fußballspielen oder Skispringen, dienen die virtuell eingeblendeten Markierungen zur Messung von Entfernungen bei Freistößen oder Skisprüngen.

Julian Weiß, Mitbegründer von Headraft und Entwickler der Augmented-Reality-App, beschreibt im zweiten Teil des Making-of-Videos die Möglichkeit zur Kombination der Umgebung mit dem digitalen Bild der App mit Hilfe des AR-kompatiblen iPhones.