August-Lämmle-Schule Leonberg Der „Duplo-Riegel“ nimmt Gestalt an

Von Arnold Einholz 

Eine große Menge unterirdisch verbauter Beton für eine ehemalige Stützwand verursacht unvorhersehbare Kosten.

Mit Autokränen  werden gegenwärtig  die Wände  der  neuen Mensa an ihre Plätze gehievt. Foto: factum/Simon Granville
Mit Autokränen werden gegenwärtig die Wände der neuen Mensa an ihre Plätze gehievt. Foto: factum/Simon Granville

Leonberg - Zwei riesige Autokräne hieven gegenwärtig die Seitenwände der künftigen Mensa der August-Lämmle-Schule an ihre Plätze. Und schon jetzt zeigt sich, dass der Neubau seinem Spitznamen „Duplo-Riegel“, den er bei der ersten Präsentation der Pläne im Gemeinderat bekommen hat, durchaus gerecht wird. Lang und schmal fügt er sich in das Grundstück zwischen dem Schulhaus und der Gerlinger Straße ein. Im Oktober 2018 wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Während der Rohbau nun im Zeitplan liegt, haben die Mitglieder des Sozial- und Kultusausschusses in der jüngsten Sitzung die küchentechnischen Anlagen für rund 160 000 Euro an die Firma Boehringer Gastro Profi in Weingarten vergeben.

Was für eine Überraschung

Doch auch eine Überraschung hatte das städtische Gebäudemanagement für die Räte mitgebracht. Beim Gewerk Rohbauten kommen zum Angebotspreis von 633 000 Euro nun weitere 125 000 Euro hinzu. „Wer hat sich da verrechnet, soll das günstige Angebot nun über Zusatzkosten wettgemacht werden?“, argwöhnten die Stadträte.

Die Überraschung steckte im Untergrund. Das Schulgelände wurde zur Gerlinger Straße durch eine Stahlbetonmauer begrenzt, um die Böschung zu sichern. Die Mauer musste für den Neubau abgebrochen werden. Doch je tiefer die Abrissfirma vordrang, desto größer war das Staunen. „Wir stießen auf einen zwei Meter breiten Mauerfuß für die 70 Zentimeter breite Mauer “, erläuterte Dominik Heni, der Leiter des Gebäudemanagements. „Da waren unglaubliche Massen an Beton verbaut – anscheinend war noch reichlich vom Schulbau übrig geblieben“, witzelte Heni. Doch die Unmengen an Beton mussten nicht nur entsorgt werden. Auch wurde die Grube dadurch viel größer, was zu einem Mehraufwand bei den Schalungen für das Fundament der Mensa führte.

Zwar habe es auf dem Gelände acht Probebohrungen für das Bodengutachten gegeben. Doch keine davon hat diesen wuchtigen Mauerfuß aufgezeigt. „Die beste Planung hätte das nicht verhindern können“, ist Dominik Heni überzeugt.