Ausbau auf weiteren 1,6 Kilometern Radschnellweg bei Ehningen entsteht über den Sommer

Ausbau auf 1,6 Kilometern: Hier soll der vier Meter breite Radschnellweg hin. Foto: S. Schlecht

Zudem ist für das Gewerbegebiet Leimental/Mahden, das der Ehninger Gemeinderat seit Jahren diskutiert, endlich der Bebauungsplan fix.

Als der Radschnellweg von Stuttgart-Rohr nach Böblingen im Mai 2019 eröffnet wurde, war er der erste im Land. In der Zwischenzeit ist er bis nach Ehningen gewachsen. Entlang der Kreisstraße endet er derzeit auf Höhe des neuen IBM-Areals. Nun will der Landkreis das nächste Teilstück bauen, damit die Radler auf dieser Strecke optimale Bedingungen vorfinden.

 

Weitere 1,6 Kilometer stehen jetzt entlang der Kreisstraße in Richtung Gärtringen an. Bis zur Nordwestlichen Randstraße am Ehninger Ortsrand reicht das geplante Teilstück, wo bereits jetzt ein Rad- und Gehweg besteht, aber für den Schnellweg ausgebaut und verbreitert werden muss. Die Arbeiten sollen Ende März starten, die Fertigstellung des Landkreis-Projekts ist im Herbst vorgesehen. In naher Zukunft soll die Trasse dann bis nach Herrenberg erweitert werden.

Im Ehninger Gemeinderat, der formal seine Zustimmung zur anstehenden Baumaßnahme erteilen musste, monierte Karl-Heinz Barth (Freie Wähler), dass der Gemeinderat wenig mit einbezogen worden sei. Doch das ist bei diesem Landkreis-Projekt nicht notwendig und nicht vorgesehen. Sowohl Bürgermeister Lukas Rosengrün als auch der digital zugeschaltete Marcel Haas vom Landratsamt wiesen darauf hin, dass letztlich die entsprechenden Ämter in den Verwaltungen zuständig seien.

Für Tempo 70 auf der Landstraße nicht zuständig

Eine kurze Diskussion entspann sich um die Optik der Leitplanken, die den Radschnellweg vom der Straße trennen sollen. Marcel Haas betonte allerdings, dass die technischen Eigenschaften wichtiger seien, um Sicherheit der Radler zu garantieren. Gisa Fichtner (SPD) wollte noch ein Antrag stellen, dass auf der Kreisstraße eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 Kilometern pro Stunde eingeführt werde. Rosengrün wies den Antrag zurück, da Tempolimits auf Kreisstraßen nicht im Gestaltungsbereich der Gemeinde liegen. Haas sagte den Gemeinderatsmitgliedern zu, in Zukunft regelmäßiger über Bauvorhaben zu informieren.

Einen wichtigen Verfahrensschritt passierte das geplante Gewerbegebiet Leimental/Mahden im Nordwesten Ehningens. Bereits vor elf Jahren war der erste Gemeinderatsbeschluss für das Projekt gefasst worden. Nach vielen Diskussionen ist nun der Bebauungsplan beschlossen. Damit wurde die konkrete Ausgestaltung festgelegt, die rechtlichen Grundlagen sind endgültig geschaffen – das Gewerbegebiet kann kommen.

Im neuen Gewerbegebiet sollen im Juni 2024 die Straßen fertig sein

Allerdings gab es auch kritische Stimmen. Harald Bürkle (Grüne) monierte, dass die Standortfrage der neuen Rettungswache nicht geklärt sei. Bürgermeister Lukas Rosengrün hielt dem entgegen, dass im November und Dezember die Unterlagen einige Wochen öffentlich ausgelegen hatten, es während dieses Zeitraums aber keine schriftlichen Anregungen von Seiten der Öffentlichkeit gab. Bürkles Fraktionskollege Uli Tessel tat kund, dass er die Ausgestaltung des Gewerbegebietes nicht so schlimm fände, aber trotzdem dagegen stimmen würde – was er auch tat.

Die Erschließung des vier Hektar großen Gebietes wird mit rund 2,9 Millionen Euro veranschlagt. die Arbeiten sollen bereits im kommenden Monat beginnen, die Fertigstellung ist im Juni 2024 vorgesehen.

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