Ausflugstipps: Ravensburger Kinderland Kornwestheim Jumanji und das Verrückte Labyrinth in groß

Von Peter Meuer 

In Kornwestheim gibt es mit der „Ravensburger Kinderwelt“ einen der größten Indoor-Spieleparks in der Region. Das Besondere ist die Mischung aus Action und Bewegung sowie Bildung.

Voller Hindernisse: Im „Verrückten Labyrinth“ geht es durch Röhren und Tunnel. Foto:  
Voller Hindernisse: Im „Verrückten Labyrinth“ geht es durch Röhren und Tunnel. Foto:  

Ludwigsburg - Es gibt da diesen Abenteuerfilm Jumanji, Mitte der 90er Jahre kam er in die Kinos und erfuhr im vergangenen Jahr sogar mit „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ eine Fortsetzung. In Jumanji geht es um ein Brettspiel, das ein Eigenleben entwickelt. Die Spielwelt, die Karten und Figuren, sonst nur Pappe, Plastik und Holz, werden lebendig. Das Spiel zieht die Protagonisten, die doch nur ein paar Würfel rollen lassen wollten, mit Haut und Haaren in die Spielwelt hinein – in der sie in der Folge einige nicht ganz ungefährliche Abenteuer bestehen müssen.

Man mag sich nun nicht vorstellen, was passieren würden, wenn die Figuren und die Szenerie des bekannten Ravensburger Brettspiels zum Leben erwachen würden. Gespenster flögen umher, Drachen fauchten, alte Steinwände würden rumpelnd und wie von Geisterhand ihre Position wechseln. Wahrhaft gruselig wäre das – und nein, soweit geht die Ravensburger Kinderwelt in Kornwestheim nicht. Und dennoch passt der Vergleich zum Film dann doch ein bisschen. Seit März gibt es hier tatsächlich das Verrückte Labyrinth in groß: Es ist ein an das Brettspiel angelehnter Parcours, bestehend aus Röhren, Netzen, Hindernissen. Mehr als 20 so genannte Aktivmodule warten auf rund 75 Quadratmetern darin, Stationen, die die Kinder bewältigen sollen: Drachenzähne, Riesensprungbälle, oder große „Spinnennetze“ zum Klettern.

Der Verrückte Labyrinth lockt die Kinder

„Das Verrückte Labyrinth ist ein riesiger Abenteuerparcours, der zum Klettern, Hüpfen und Toben einlädt“, berichtet Mona Mutter, die Marketingmanagerin der Kinderwelt,, ,die Spielstationen richten sich an Kinder verschiedenen Alters, unterscheiden sich im Schwierigkeitsgrad“, ergänzt die 24-Jährige. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren stünden in der Indoor-Erlebniswelt im Mittelpunkt. „Wir haben Attraktionen zum Bewegen und Toben, aber auch edukative Angebote, bei denen die jungen Gäste etwas lernen und die Welt entdecken können“, ergänzt sie.

Das große Verrückte Labyrinth ist zwar neben einem Plitsch-Platsch-Pinguin-Karussel die neueste Attraktion der Kinderwelt, aber natürlich längst nicht die einzige. Auf zwei Etagen warten beispielsweise auch die „Mobilekids“-Verkehrsschule, bei der der Nachwuchs schon einmal das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben kann, die Hüpfburg „Kakerlaloop“, ein Riesenkletterbaum, ein elektronisches Memory, eine Tiptoi-Wissenswelt, ein Naturerlebnispfad und mehr.

Die Stadt betreibt die Einrichtung

„Wir wollen mit dem pädagogischen Anspruch punkten, der die Kinderwelt von anderen Einrichtungen unterscheidet“, erläutert Mutter. Spaß und Bewegung sollten dabei nicht zu kurz kommen. „Bei uns kann man spielerisch lernen“, ergänzt die Marketingmanagerin.

Wozu man wissen muss: Die Kinderwelt trägt den Namen der Spielefirma Ravensburger vom Bodensee, und wird von dieser mit Leben gefüllt und betrieben. Sie ist aber ein städtischer Eigenbetrieb, wie es etwa ein Schwimmbad wäre, von der Stadt Kornwestheim unterhalten und finanziert.

Auch hier war von Anfang an der Wunsch, nicht nur Action zu bieten, sondern auch Lerninhalte. Seinerzeit musste die Stadt sich entscheiden, ob eine Spielhalle ins Wettecenter an der Bahnhofstraße im Zentrum der Stadt einziehen solle – oder doch ein, familienfreundlicheres Angebot. Die Stadt entschied sich, die Ravensburger Kinderwelt zu holen und diese mitzutragen, fünf Jahre gibt es sie nun. Und auch, wenn manche Kornwestheimer darüber schimpfen, dass die Entscheidung die Stadt teuer kam – wenig Kritik gibt es am pädagogisch-spielerischen Ansatz.

Sonderprogramm in den Ferien

In den Sommerferien gibt es übrigens ein zusätzliches Angebot in dem – übrigens voll klimatisierten – Indoor-Spielpark: Noch bis zum 7. September läuft das Ferienprogramm mit besonderen Workshops. Montags werden immer Memory-Spiele gebastelt, dienstags jedes Mal Frisbeescheiben aus Papptellern.

Mittwochs können Kinder bei der Spiele-Erfinder-Werkstatt ihre eigenen Würfelspiele ersinnen, und donnerstags einen Getränkeschutz aus Bügelperlen herstellen. Freitags geht es schließlich darum, selbst ein Puzzle zu gestalten.