Das Freilichtmuseum Beuren lockt Besucherinnen und Besucher mit einem buntem Programm und neuen Veranstaltungen an. Foto: Freilichtmuseum Beuren
Am 29. März öffnet das Freilichtmuseum wieder seine Türen. Worauf sich Besucherinnen und Besucher freuen können – und was es Neues gibt. Das erwartet die Besucher.
Mit dem Schwerpunkt „Mobilität im Alltag – gestern, heute und morgen“ startet das FreilichtmuseumBeuren am Sonntag, 29. März , in die neue Saison. Bis zum 1. November erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Das Museumsdorf am Fuße der Alb möchte das historische Alltagsleben greifbar machen. Außerdem dürfen sich Gäste auf ein neues gastronomisches Angebot freuen.
Verschiedene Aktionstage, Veranstaltungen, Führungen und Mitmachaktionen füllen dieses Jahr den Kalender. Ein Höhepunkt wird laut Museum das Oldtimertreffen am 15. und 16. August (9 bis 17 Uhr) sein. Ein ganzes Wochenende können Besucherinnen und Besucher historische Fahrzeuge bestaunen und über die Entwicklung und den Einfluss des motorisierten Verkehrs nachdenken und sich austauschen.
Landrat Marcel Musolf hebt bei einer Presseveranstaltung außerdem den Aktionstag „Linsen von der Alb, Kaffee aus Kolumbien“ hervor. Er wird in Kooperation mit der Stabstelle Klimaschutz, der Tourismusförderung und dem Landwirtschaftsamt des Landratsamts Esslingen angeboten. Ziel sei es unter anderem, das Engagement für fairen Handel sichtbar zu machen, für einen bewussten Konsum zu sensibilisieren und über eine Zertifizierungskampagne zu informieren.
Das Oldtimer-Treffen gilt als Highlight. Auf dem Foto von links nach rechts: Museumsleiterin Petra Naumann, KSK-Vorstandsvorsitzender Burkhard Wittmacher, Landrat Marcel Musolf und Sonja Spohn vom Förderverein des Freilichtmuseums. Foto: Freilichtmuseum
88 165 Besucherinnen und Besucher fanden im Jahr 2025 in das Museum – so viel wie noch nie seit der Öffnung 1995. Vor allem Familien lockte es nach Beuren, erklärte Museumsleiterin Petra Naumann. Und auch dieses Jahr soll es wieder ein breit gefächertes Angebot mit neuen Bestandteilen geben: Es wird gebacken, gestaunt, gegessen, gewerkelt und gesungen.
Das Familienprogramm im Freilichtmuseum wird erweitert
Für Familien gibt es im Freilichtmuseum einiges zu entdecken. Neu sind in diesem Jahr neben den gängigen Angeboten zwei Familiensonntage. Am 7. Juni dreht sich alles um das Thema „Wäsche waschen früher und heute“. „Kartoffelernte mit Pferdegespann“ heißt der Programmpunkt am 13. September. Außerdem sind unter anderem ein umfangreiches Ferienprogramm, Mitmachaktionen und Tierfütterungen geplant. Formate wie „Brot.Zeit.Fest“ und die Schäfertage sind auch dieses Jahr wieder im Programm verankert.
Eine hohe Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche habe zudem der 2025 eröffnete Spielplatz. „Er ist ein großer Anziehungsfaktor“, sagt Sonja Spohn vom Förderverein des Freilichtmuseums. Durch ihn habe das Museum auch neue Mitglieder, insbesondere unter Kindern und Jugendlichen, gewonnen. Insgesamt zähle der Förderverein nun 1385 Mitgliedschaften – das entspreche rund 3500 Personen. Derzeit engagieren sich außerdem etwa 150 Ehrenamtliche in unterschiedlichen Bereichen, etwa im Garten, beim Backen oder im Lädle. Auch 2026 wolle der Förderverein weitere Mitglieder gewinnen. „Alle sind eingeladen mitzumachen“, so Spohn.
Neues gastronomisches Angebot
Für den großen und kleinen Hunger ist im Freilichtmuseum ebenfalls gesorgt. Ab diesem Jahr übernimmt Leben inklusiv den gastronomischen Teil und verpflegt Besucherinnen und Besucher im Ausgabepavillon täglich von 12 bis 16.30 Uhr. Die Zusammenarbeit des Vereins aus dem Raum Nürtingen für Menschen mit Behinderung mit dem Freilichtmuseum freut Landrat Marcel Musolf: „Wenn Inklusion hier gelebt wird, dann wird sie sichtbar, spürbar und selbstverständlich.“ Auch das Museum möchte gemeinsam mit Leben inklusiv weitere inklusionsfördernde Maßnahmen prüfen, um die kulturelle Teilhabe zu verbessern.
Wer selbst ein Vesper dabei hat, kann es auf einem der Vesperplätze ausbreiten. Außerdem gibt es einen Grillplatz auf dem Gelände, der genutzt werden darf. Im Tante-Helene-Lädle auf dem Gelände lässt sich auch die ein oder andere Leckerei einkaufen.
Saisonkarten und Eintritt im Freilichtmuseum Beuren
Letztes Jahr habe das Museum 700 Saisonkarten mehr verkauft. Wer auch dieses Jahr eine haben möchte, der kann sie ganz bequem über die Internetseite des Freilichtmuseums bestellen. Anschließend wird sie per Post nach Hause geliefert. Je nach Zusammenstellung der Gruppe gibt es verschiedene Angebote (Siehe Infoanhang).
Und: Technikaffine dürfen sich freuen. Ab dieser Saison können Tickets online erworben werden. Zusätzlich können sich Interessierte online zu Veranstaltungen anmelden.
Veranstaltungen im Freilichtmuseum Das Freilichtmuseum bietet eine Saison voller Programm. Zu den Veranstaltungen gehört „Garten.Genuss.Markt“ mit regionalen Kulturpflanzen zum Entdecken und Kaufen (19.04. 11-17 Uhr). Bei „Handwerk hautnah“ stellen Handwerker und Handwerkerinnen ihre Stücke vor und bieten sie zum Verkauf an (01.05. und 02.08., jeweils von 11-17 Uhr). Tiere sind im Fokus bei den Schäfertagen (16.05. und 17.05. 11-17 Uhr). Einen Picknickdecken-Gottesdienst für Familien bietet „Brot.Zeit.Fest“ (12.07. ab 11 Uhr). Bei der „Arche des Geschmacks“ finden Interessierte selten gewordene Lebensmittel und alte Gemüsesorten (27.09. 11-17 Uhr). Das „Moschtfescht“ findet am 4.10. statt (11-17 Uhr).
Preise und Öffnungszeiten Das Museum ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Eintrittspreise: 8,50 Euro für Erwachsene, 4,50 Euro für Kinder. Teilfamilie – eine Person mit eigenen Kindern oder Enkeln: 11 Euro. Familienkarte – Eltern mit eigenen Kindern unter 18 Jahren: 19 Euro. Großeltern-Enkel-Karte (Enkel unter 18 Jahren): 19 Euro. Azubis, Studierende, Menschen mit Behinderung: 4,50 Euro. Erwachsene ab 65 Jahren (nur dienstags): 7,50 Euro. Abendkarte (ab 16.30 Uhr): 7,50 Euro.