Ausflugsziel in Stuttgart Der Grabkapelle wieder ein Stück näher

Torwächter Costa Rothfuß wirft ein Auge auf die Ausflügler. Foto: Lichtgut/Julian Rettig 7 Bilder
Torwächter Costa Rothfuß wirft ein Auge auf die Ausflügler. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Das Gelände rund um die Grabkapelle auf dem Württemberg ist wieder zugänglich. Allerdings achtet ein Torwächter darauf, dass die Besucher die Corona-Regeln einhalten.

Stuttgart - Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist ein beliebtes Ausflugsziel, dem die Besucherinnen und Besucher wieder näher kommen dürfen. Die Kapelle bleibt zwar weiterhin geschlossen, doch das umliegende Gelände ist seit einer Woche wieder zugänglich. Allerdings müssen sich die Besucherinnen und Besucher an die Corona-Regeln halten: Abstand halten, keine Gruppenausflüge und zumindest an Engstellen wird das Tragen einer FFP2- oder OP-Maske empfohlen. Auch Fahrradfahren ist nicht erlaubt.

Zur „freundlichen Erinnerung“ an diese Regeln, wie es von Seiten des zuständigen Amts für Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg heißt, bewacht ein Torwächter in historischer Uniform das Tor zum Gelände rund um die Grabkapelle. Costa Rothfuß, eigentlich Schlossführer im Residenzschloss Ludwigsburg, schlüpft an Wochenenden mit Ausflugswetter zu diesem Zweck in eine historische Uniform.

Besucheranzahl hält sich am Samstag in Grenzen

Im Spätherbst hielt Rothfuß an der geschlossenen Schranke die Besucherinnen und Besucher noch freundlich vom Betreten ab. Nun achtet er nicht nur darauf, dass alle die Regeln befolgen. Er verteilt auch Luftballons an die Kinder und Infomaterial über die Kapelle – und hält als beliebtes Fotomotiv her. Sein Wochenenddienst von etwa 10.30 Uhr bis Sonnenuntertag ist bezahlt, aber freiwillig. Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, ist froh über seinen Einsatz: „Vor allem in der Nähe des Tors standen häufig zu viele Menschen ohne Masken zu dicht beisammen.“

Generell hofft Hörrmann, dass sich das hohe Besucheraufkommen zum Schutz der Grabkapelle etwas legt. Am Samstagmittag zumindest hielt sich die Besucheranzahl in Grenzen. Rothfuß hatte trotzdem gut zu tun, weil er vor allem Fahrradfahrer abweisen musste. Diese müssen ihre Räder entweder an der Pforte stehen lassen oder wieder umdrehen.

Lob für Kontrollen

Claudio Fähndrich und sein Freund haben die Anweisung befolgt und ihre E-Scooter kurz hinter dem Tor geparkt. Die Kontrolle finden sie gut, denn besonders im Herbst sei am Württemberg sehr viel los gewesen. Dieser Meinung schließen sich viele der Besucherinnen und Besucher an, die meist zu zweit auf dem Württemberg unterwegs sind. Dabei zeigte sich schnell, welches Fotomotiv noch beliebter ist als der uniformierte Torwächter: natürlich die Grabkapelle selbst.




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