Buga in Mannheim Das sind die Attraktionen für Familien

Nordische Fjällrinder mit Kälbchen leben auf dem Buga-Bauernhof. Foto: imago/Markus Prosswitz

In Mannheim ist die Buga23 auf zwei Geländen eröffnet. Für Familien empfiehlt sich der Luisenpark mit seinen tierischen Attraktionen.

Bis zum letzten Tag blieb es spannend, ob die putzigen Humboldt-Pinguine rechtzeitig zur Eröffnung der Bundesgartenschau in Mannheim am 14. April ihr neues Gehege beziehen dürfen. Sie sind zwar nur etwa einen halben Meter groß, gehören aber definitiv zu den Publikumslieblingen im Luisenpark. Weil ihr bisheriges Revier für die aktuelle Bundesgartenschau deutlich vergrößert und umgestaltet wurde, bekamen die Vögel vorübergehend im Frankfurter Zoo Asyl. Nach der Rückkehr der Kolonie nach Mannheim mussten sie allerdings wegen der Vogelgrippe erst einmal in Quarantäne. Parkchef Joachim Költzsch ist aber zuversichtlich, dass sie am Eröffnungstag ins Freie und den Besuchern Hallo sagen dürfen.

 

Der Luisenpark ist mit 40 Hektar die kleine Schwester der Bundesgartenschau. Er entstand 1975, als Mannheim die erste Buga ausrichtete und wurde jetzt modernisiert. Mit den großzügigen Grünflächen, vielen Spielplätzen, einem Weiher und herrlichem Baumbestand lädt er als stadtnahe grüne Oase zum Schauen und Erholen ein. Die große Schwester der Bundesgartenschau heißt Spinelli – ein ehemaliges Militärgelände, das nach dem Abzug der US Army vor ein paar Jahren entsiegelt und auf 60 Hektar für die Buga aufbereitet wurde. Eine Seilbahn verbindet die beiden Gelände.

Schüchterne Gäste aus Südamerika

Für Familien und Kinder ist insbesondere der Luisenpark. Hier warten zahlreiche tierische Attraktionen wie die vier Alpaka-Jungs namens Simba, Gilfort, Donatello und Magic Mike. Die flauschigen „Latinos“ sind auf einem gebirgig gestalteten Gelände mit viel Gras unweit des Haupteingangs Luisenpark untergebracht. Besucher sollten wissen, dass die Alpakas, eine südamerikanische Kamelart, eher schüchtern sind. Am kuscheligen Kopf lassen sie sich nicht gerne streicheln, umso lieber am Hals. Sie stammen eigentlich aus Chile, Peru und Bolivien und passen damit ideal zu dem Südamerikahaus, das im Luisenpark neu entstanden ist. Hier begrüßt ein Brillenkaiman-Weibchen die Besucher. Momentan ist der Alligator noch Single, war sie bei der Partnerwahl bisher doch recht wählerisch. Leguane und eine Boa constrictor haben ebenfalls Einzug gehalten. Über den Köpfen der Besucher flattern zwanzig verschiedene Arten von Schmetterlingen. Und im Außenbereich tummeln sich die Krallenäffchen. Von hier aus geht es zu der begehbaren Vogelvoliere, ein Stück weiter gelangt man zur Pinguin-Anlage.

Zum Bedauern von Buga-Geschäftsführer Michael Schnellbach wird die Unterwasserwelt nicht rechtzeitig zur Eröffnung Mitte April fertig. Erst sorgte Corona, dann der Ukraine-Krieg für Lieferschwierigkeiten, für die Technik fehlen noch wichtige Teile. Vor allem der technisch aufwendige Salzwasserbereich bereitet Probleme. Aber im Mai sollen dann auch die Aquarien fertig sein.

Ein besonderer Bauernhof in der Stadt

Ein Stück weiter geht es auf dem Bauernhof etwas behäbiger zu. Nordische Fjällrinder, ganz in weiß, leben dort mit einem Kälbchen, borstige, gefleckte Linderödschweine sind schon heimisch geworden und warten auf eine Ziegenfamilie, die in diesen Tagen ankommt. Im weitläufigen Luisenpark leben seit Jahrzehnten Dutzende Weißstörche in vierzig Nestern. Wenn sie nicht mit Füttern und Klappern beschäftigt sind, mischen sie sich unter die Besucher auf der Wiese.

Auch auf dem Spinelli-Gelände gibt es für Familien mit Kindern mehrere Spielstationen mit Klettergerüsten, Aufzügen, Traktoren, Rutschen und Kriechtunnel. Hier können sich die kleinen Besucher austoben, während sich die Eltern in einem der vielen Restaurants oder Kiosken stärken. Wer seinen eigenen Proviant mitbringen möchte – kein Problem. Es gibt einen großen Biergarten nach bayrischem Vorbild, wo man seine Vesper auspacken kann.

In beiden Buga-Bereichen warten großzügige Blumenrabatte, Ausstellungshallen und Informationsstände auf die Besucher. Wer sich die Füße platt gelaufen hat, fährt mit der Seilbahn zurück zum Luisenpark. Die Bahn hat einen barrierefreien Einstieg und erlaubt auch die Mitnahme von Kinderwagen. Am Park lohnt sich ein Halt am Chinesischen Teehaus, wo die Kamelien noch in voller Blüte stehen. Vielleicht bleibt auch noch Zeit für eine Fahrt mit der gelben Gondoletta auf dem Kutzerweiher.

Informationen zur Buga

Anfahrt und Eintritt
Die Bundesgartenschau in Mannheim findet vom 14. April bis 8. Oktober 2023 statt und ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Ausstellung findet auf zwei Geländen statt: Dem Luisenpark, der mit Südamerikahaus, einem chinesischen Garten und vielen Tieren lockt, sowie dem ehemaligen Militärgelände Spinelli, das in ein weitläufiges Gelände für Blumenschauen und Spiel- und Sportplätze verwandelt wurde. Beide Parks werden durch eine Seilbahn miteinander verbunden. Die Fahrt ist im Eintrittspreis inbegriffen. Eintrittskarten kosten für Erwachsene 28 Euro, junge Erwachsene (15 bis 24 Jahre) zahlen 11 Euro. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Dauerkarten kosten im Vorverkauf (er endet am 13. April) 130 Euro, danach 145 Euro. Hunde sind in den Parks nicht erlaubt, nur Assistenzhunde. Für die Anreise empfiehlt sich der Öffentliche Nahverkehr. Seit 1. April gibt es das Kombiticket BUGA 2023. Der Fahrschein im landesweiten bwtarif ist zum Preis von 40 Euro erhältlich. Es ermöglicht die An- und Abreise mit dem ÖPNV aus ganz Baden-Württemberg. Der Eintritt auf das Gartenschau-Gelände ist im Kombiticket enthalten.

Autoservice
Für Autofahrer steht der Maimarkt-Parkplatz zur Verfügung. Zieladresse: Wilhelm-Varnholt-Allee, Mannheim. Shuttle-Busse bringen die Besucher von dort zum Spinelli-Gelände. Das Park-Ticket kostet im Vorverkauf 8,50 Euro pro Tag, am Parkplatz 9,50 Euro. Am Eingang zum Spinelli-Park gibt es ein Parkhaus für mobilitätseingeschränkte Besucher (blauer Schwerbehindertenausweis). Weitere Informationen unter www.buga23.de

Weitere Themen