Ausgehen in Stuttgart Henkersfest darf nicht mehr auf den Wilhelmsplatz zurück

Das Henkersfest musste voriges Jahr in die Altstadt umziehen. Foto: Ferdinando Iannone

Das Henkersfest muss in der Altstadt bleiben. Aus Sicherheitsgründen kann auch dieses Jahr nicht auf dem Wilhelmsplatz gefeiert werden.

Ein Platz, eine Bühne, Bänke, Gastro. Toiletten. Fertig. So war das früher. Genauer gesagt, so hat es beim Henkersfest 30 Jahre lang funktioniert. Bis Menschen ihre Autos als Waffen verwendet haben. Und man die Innenstädte nicht nur in Stuttgart so gut als möglich gegen diese Terrorattacken wappnen musste. Auf dem Wilhelmsplatz war das aber nicht möglich.

 

Was ist das Problem?

Und wird auch in Zukunft nicht möglich sein. Sagten Susanne Scherz und Albrecht Stadler vom Ordnungsamt im Bezirksbeirat Mitte. Für mittlerweile neun Millionen Euro sei es gelungen die zentralen Plätze in der Innenstadt abzusichern, mit festen und temporären Sperren. Doch für den Wilhelmsplatz sei das nicht möglich. Was bedeutet, Flohmärkte können dort stattfinden, aber keine Feste wie das Henkersfest mit Live-Musik und geselligem Beisammensein bis in die Nacht mit mehr Publikum. „Wir können dort nicht das Maß an Sicherheit gewährleisten, was heutzutage nötig ist“, sagte Scherz.

Vor der Leonhardskirche ist gefeiert worden. Foto: Ferdinando Iannone

Im Vorjahr musste das Henkersfest auf die Schnelle umziehen, vor die Leonhardskirche, in die Altstadt. glücklich war der Verein MIR, die Musikinitiative Rock Stuttgart e.V., damit nicht. Nicht wegen des Umzugs an sich, der war ja ohne Alternative. Damit einher ging aber eine weitere Auflage: Die Bands mussten um 22 Uhr aufhören mit spielen.

Mittwoch und Donnerstag war dann um 22.30 Uhr Schluss, Freitag und Samstag um 23 Uhr. Des Schutzes der Nachtruhe der Menschen im Bohnenviertel wegen.

Deshalb schwebt dem Bezirksbeirat vor, dass man das Bohnenviertelfest und das Henkersfest an einem Termin „zusammenlegen kann“. Oder wie es Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle ausdrückt. „Eine große Sause an einem langen Wochenende.“ Das Bohnenviertelfest findet dieses Jahr vom 23. bis 25. Juli statt. Am Schluss gehe nicht immer alles, sagte Kienzle. „Das muss sozial auch verträglich sein“, man müsse schon auch an die Anwohner denken.

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