Ausschreitungen in Stuttgart Sieben Beschuldigte werden dem Haftrichter vorgeführt

Bei den Krawallen in der Nacht zum Sonntag waren 25 Personen vorläufig festgenommen worden. Foto: dpa/Simon Adomat 11 Bilder
Bei den Krawallen in der Nacht zum Sonntag waren 25 Personen vorläufig festgenommen worden. Foto: dpa/Simon Adomat

Nach den schweren Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag in der Stuttgarter Innenstadt werden am Montag sieben Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt. Gegen einen 30-Jährigen wurde bereits am Sonntag ein Haftbefehl erlassen.

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Stuttgart-Mitte - Die Ermittlungen der Polizei dauern nach den Krawallen in der Stuttgarter Innenstadt an, sieben Beschuldigte werden am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Mehrere Polizisten waren bei den Ausschreitungen in der Nacht zum Sonntag verletzt worden, nachdem sich Feiernde während einer Kontrolle gegen die Polizisten solidarisiert hatten. 25 Personen waren bei den Angriffen auf Polizei und Ladengeschäfte vorläufig festgenommen worden. Im Laufe des Montags werden laut Angaben der Polizei sieben Beschuldigte im Alter von 16 bis 33 Jahren dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart mit dem Antrag auf Erlass eines Haftbefehls vorgeführt.

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Bereits am Sonntagabend wurden gegen zwei weitere Beschuldigte im Alter von 18 und 30 Jahren Haftbefehle erlassen. Der Haftbefehl gegen den 18-Jährigen wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Den Beschuldigten, die die deutsche und andere Staatsangehörigkeiten besitzen, wird dabei unter anderem schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Diebstahl in besonders schweren Fall vorgeworfen.

Ein 16-jähriger Beschuldigter soll zudem einen bereits am Boden liegenden Studenten, der die Ausschreitungen verbal kritisiert hatte und daraufhin von einer Gruppe zusammengeschlagen worden war, gezielt gegen den Kopf getreten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft diesem Beschuldigten versuchten Totschlag vor, da er den möglichen Tod des Studenten durch den gezielten Tritt gegen den Kopf zumindest billigend in Kauf genommen habe. Bei den übrigen 16 vorläufig festgenommenen Personen wurden derzeit die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft verneint. Die Betroffenen wurden daher nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.




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