Ausstellung Das Feine ist nun einmal ihre Eigenart

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Die Rohrer Künstlerin Sibylle Kövel zeigt in ihrer Ausstellung „Kaleidoskop einer Suche“ Naturbilder. Diese ist noch bis einschließlich 30. September im Arcona Mo-Hotel in Vaihingen zu sehen.

Die Bilder von Sibylle Kövel hängen im Restaurant und auf den Gängen des Vaihinger Hotels. Foto: Stahlberg
Die Bilder von Sibylle Kövel hängen im Restaurant und auf den Gängen des Vaihinger Hotels. Foto: Stahlberg

Vaihingen - Detailreich und mit feinem Strich gemalt sind die Bilder von Sibylle Kövel. Die Künstlerin aus Rohr stellt ihre Werke derzeit im Arcona Mo-Hotel in Vaihingen aus. Auf jedem Stockwerk und im Restaurant hängen die Arbeiten der 45-Jährigen. Sie sind noch bis zum 30. September dort zu sehen.

Wie viele Künstler malt Sibylle Kövel bereits seit ihrer Kindheit. „Das hat schon immer für mich dazu gehört“, sagt sie. Ihr beruflicher Weg führte die gebürtige Ludwigshafenerin allerdings zunächst auf eine Modeschule. „Ich merkte rasch, dass es nicht das Richtige für mich ist“, erzählt sie. Während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg besuchte Sibylle Kövel Abendkurse an der Kunstschule im Kolping Bildungswerk und bereitete sich auf ihre Mappe vor, mit der sie sich an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bewarb. Sie wurde angenommen und studierte dort bis 2002. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Künstlerin; im vergangenen Jahr zog sie von Heslach nach Rohr. Im April trat sie dem Verein Kultur am Kelterberg bei.

Sibylle Kövels Aufmerksamkeit gilt der Natur. Zumeist gegenständliche, aber auch abstrakte Arbeiten sind in ihrer Ausstellung zu sehen. „Ich male oder zeichne am liebsten draußen in der Natur. Dort finde ich auch meine Motive.“ Ihre Inspiration zieht sie direkt aus ihrer Umgebung. In der Ausstellung sind Landschaften zu sehen, Bäume, Meereslebewesen, Waldtiere und Schmetterlinge.

Abdrücke von Schmetterlingsflügeln

Für das Bild mit dem Titel „Wintermorgen“, das die Silhouette eines Baums und Schmetterlinge zeigt, hat sie sich mehrere Falter aus der Wilhelma geholt. „Der Zoo gibt auf Nachfrage verstorbene Insekten als Anschauungsmaterial an Künstler oder Studenten heraus“, sagt Kövel.

Die Flügel der Schmetterlinge hat sie behutsam mit einem Klebestift eingestrichen und auf die Leinwand gepresst. „Die Qualität des Abdrucks hat mich überrascht.“ Das Muster der Schuppen habe sich sehr schön auf das Bild übertragen. „Es ist ein toller Effekt, den ich sicher noch mal verwenden werde.“

Aktuell arbeitet Sibylle Kövel an einem gegenständlichen Werk. „Es geht um die Sonne, die die Erde vernichtet.“ Wann sie es fertig stellen wird, weiß Kövel noch nicht. Bis zu einem Jahr arbeitet die Künstlerin mitunter an ihren Bildern. Diese Zeit benötigt sie wegen des teilweise sehr hohen Detailgrades. Genau dieses Detaillierte, Feine in Sibylle Kövels Werken fasziniert. Bei längerem Hinschauen entdeckt der Betrachter immer mehr in ihren Bildern. „Ich würde gerne auch mal einen großzügigeren Strich malen, aber das klappt einfach nicht. Das Feine ist nun mal meine Eigenart“, sagt die Künstlerin.

Die Ausstellung
mit dem Titel „Kaleidoskop einer Suche“ im Arcona Mo-Hotel, Hauptstraße 26, ist bis einschließlich 30. September zu den Öffnungszeiten des Hotels zu sehen.




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