Ausstellung in Ostfildern Kunst des einst umstrittenen Sol LeWitt kehrt zurück

Von jüv 

Die Ausstellung „stein reich“ in der Städtischen Galerie zeigt Werke des weltbekannten Künstlers. Am Sonntag ist sie eröffnet worden und ist noch bis zum 14. Januar im Stadthaus des Scharnhauser Parks zu sehen.

Sol LeWitts „Black Cubes“ sind in der Galerie zu sehen. Foto: /Horst Rudel
Sol LeWitts „Black Cubes“ sind in der Galerie zu sehen. Foto: /Horst Rudel

Ostfildern - Die Stadt Ostfildern hat zu dem amerikanischen Künstler Sol LeWitt einen ganz besonderen Bezug. Denn seit dem Jahr 1992 stehen an vier vom Künstler selbst ausgewählten Plätzen der Stadt monumentale Freiluft-Installationen mit dem Titel „Four Part Piece“. Seinerzeit waren die weißen Wände nicht unumstritten und lösten eine Auseinandersetzung mit moderner Kunst aus. Nun kommen Werke von Sol LeWitt erneut in die Stadt. Am Sonntag ist in der städtischen Galerie im Stadthaus des Scharnhauser Parks seine Ausstellung „stein reich“ eröffnet worden.

Werk des Künstlers ist „ungeahnt vielfältig“

In der noch bis zum 14. Januar zu sehenden Schau erfahren die Besucher laut der Galerieleiterin Holle Nann „wie ungeahnt vielfältig das Werk des Künstlers ist“. Je nach Standpunkt eröffne sich dem Betrachter „eine komplexe Vielzahl gedanklicher Möglichkeiten“. Den Arbeiten auf Papier komme eine wichtige Rolle zu, um Ideen eine Form zu geben. Sol LeWitt wird der Richtung der amerikanischen Minimal Art zugeordnet, die sich klar vom abstrakten Expressionismus mit seiner Spontaneität und seinem emotional-persönlichen Ausdruck abgrenzen wollte.

Die vier Skulpturen, die 1992 im Rahmen des internationalen Projekts „Platzverführung“ aufgestellt worden waren, sind heute stadtbildprägend für Ostfildern. Holle Nann zufolge ist bis heute den wenigsten bewusst, „dass es sich um ein Werk eines weltbekannten Künstlers handelt“, der international in allen namhaften Museen vertreten sei.