Ausstellung in Stuttgart-Vaihingen Eine Hommage an das Fahrrad

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Die Künstlerin Marlies Ibele zeigt in der Stadtteilbibliothek in Stuttgart-Vaihingen mit ihrer Ausstellung „Rad-Up“, was mit der Kamera alles möglich ist. Wir haben ein paar Informationen zusammengestellt.

Marlies Ibeles Fotos sind künstlerisch verfremdet, es sind Lichtspurenbilder. Foto: z/Marlies Ibele
Marlies Ibeles Fotos sind künstlerisch verfremdet, es sind Lichtspurenbilder. Foto: z/Marlies Ibele

Vaihingen - Baden-Würt­tem­berg ist das Land der Erfin­der, Tüft­ler und Den­ker. „Vor allem in Sachen Fort­be­we­gung radelt das Bun­des­land vorne weg“, heißt es auf der Internetseite des baden-württembergischen Verkehrsministeriums zum Thema 200 Jahre Fahrrad. Das Auto­mo­bil habe im Südwesten Deutschlands seinen Ursprung und auch das Fahr­rad sei dort erfunden worden. Denn am 12. Juni 1817 sei Karl Drais erst­mals auf einer Lauf­ma­schine, der sogenannten Draisine, durch Mann­heim gefahren. Diese Lauf­ma­schine gelte als die Urform des Fahr­rads.

„Heute – nach fast 200 Jah­ren – ist das Fahr­rad welt­weit das am meis­ten genutzte Trans­port­mit­tel und ein zen­tra­les Ele­ment für die Ent­wick­lung einer nach­hal­ti­gen und zukunfts­fä­hi­gen Mobi­li­tät“, heißt es auf der offiziellen Internetseite zum Jubiläum. Und weiter steht dort: „Grund genug also, den 200. Geburts­tag die­ser baden-würt­tem­ber­gi­schen Erfin­dung mit zahl­rei­chen Part­nern im gan­zen Land über meh­rere Monate hin­weg und mit vie­len Aktio­nen gebüh­rend zu fei­ern.“ Eine dieser Aktionen ist die Ausstellung „Rad-Up“. Diese ist von heute an, 27. Juli, in der Stadtteilbibliothek Vaihingen zu sehen.

Die Künstlerin experimentiert mit Licht, Farbe und Filtern

Die Künstlerin Marlies Ibele hat Fahrräder fotografiert. Es sind jedoch künstlerisch verfremdete Bilder. Ibele ist leidenschaftliche Radfahrerin und beschäftigt sich seit Jahren mit der Fotografie. Sie experimentiert mit den unterschiedlichsten kreativen Gestaltungs- und Verfremdungsmöglichkeiten, die das Medium bietet, so zum Beispiel mit Licht, Farbe, Filtern und Belichtungszeiten. „Die Fotos sind oftmals Lichtspurenbilder, die vor allem Gedankenverschiebungen ermöglichen und das lyrische Auge des Betrachters inspirieren“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Die Künstlerin wolle bewusst machen, dass das Fahrrad heute das weltweit meist genutzte Transportmittel ist und eine immer wichtigere Rolle bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Mobilität spiele. Wer Rad fahre, entdecke die Welt zeitverzögert und intensiver. Das Fahrrad bewege nicht nur den Körper, sondern auch die Sinne.

Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung. Unterstützt wird diese vom ADFC Baden-Württemberg, für den Marlies Ibele hauptberuflich arbeitet. Zum Abschluss sind die Bilder im Rathaus Stuttgart, Marktplatz 1, zu sehen. Dort ist am Donnerstag, 19. Oktober, 18 Uhr, auch die Finissage, welche gleichzeitig ein Rückblick auf das Fahrradjahr 2017 ist. Eingeladen sind unter anderem Verkehrsminister Winfried Hermann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Die Ausstellung „Rad-Up“ ist bis zum 1. September in der Bibliothek am Vaihinger Markt 6 zu sehen. Geöffnet hat diese in den Ferien dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs und samstags von 10 bis 15 Uhr.

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