Eine Ausstellung in Waiblingen beleuchtet die Wasserkrise und ihre Verbindung zur Klimakrise. Sie zeigt Herausforderungen, aber auch Lösungen auf.
Mal Starkregen, mal Dürreperioden mit extremer Trockenheit: Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland immer mehr bemerkbar. Eine Wanderausstellung der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt in der Stadtbücherei Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) nun Zusammenhänge der Wasser- und der Klimakrise.
Die Ausstellung „Alles im Fluss!? Wasser in der Krise“ ist von Dienstag, 24. März, bis Dienstag, 31. März, in der Stadtbibliothek, Kurze Straße 24, zu sehen. Sie zeigt auch, welche enormen sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen aus der Wasserkrise erwachsen.
Die Ausstellung macht deutlich, welche große Bedeutung natürliche Wasserspeicher wie Wälder, Moore und Auen haben. Und sie blickt auf die Kommunen, die eine zentrale Rolle bei Klimaanpassung und Klimaschutz, aber auch beim regionalen Wassermanagement spielen. Ein genauerer Blick auf Seen, Flüsse, Meere und Grundwasser bringt aktuelle Probleme zur Sprache, etwa die Verschmutzung der Gewässer. Über die Elbe werden beispielsweise jährlich 50 000 Tonnen Stickstoff in die Nordsee gespült.
Auch Plastikmüll ist ein riesiges Problem: Etwa 150 Millionen Tonnen Plastik schwimmen in den Meeren. Flüsse und der Wind erhöhen die Zahl um jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen, die durch Meeresströmungen über den ganzen Globus verteilt werden.
Die Ausstellung klärt nicht nur auf, sondern zeigt auch konkrete Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze. Dazu gehören Konzepte wie die Schwammstadt, bei der Gründächer, Grünflächen, begrünte Fassaden oder Bäume Wasser speichern und es langsam verdunsten. Dadurch wirken sie wie eine natürliche Klimaanlage.
Die Ausstellung ist wie die Stadtbücherei dienstags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.