Ausstellung zu Stuttgart 21 Neuer Ausstellungsturm wird gebaut

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Die neue Ausstellung über Stuttgart 21 kann kommen. Am Donnerstag hat die Mitgliederversammlung des S-21-Vereins den Baubeschluss gefasst und auch das Budget genehmigt. Es geht um nicht wenig Geld.

So könnte der Informationsturm Stuttgart aussehen. Foto: Heller Designstudio
So könnte der Informationsturm Stuttgart aussehen. Foto: Heller Designstudio

Stuttgart - Vertreter der Mitglieder des S-21-Vereins von Bahn, Stadt, Land und Region haben am Donnerstag einstimmig den Baubeschluss für den Infoturm Stuttgart gefasst und das Budget in Höhe von 3,4 Millionen Euro beschlossen. In den bei Gleis 16 des Hauptbahnhofs geplanten Turm zieht die Stuttgart-21-Ausstellung im kommenden Jahr um.

Bonatzbau wird umgebaut

Von Mitte 2019 an wird der Bonatzbau grundlegend saniert und auch teilweise umgebaut. Dann müssen alle heutigen Mieter das denkmalgeschützte Gebäude verlassen – darunter auch das sogenannte Turmforum, in dem seit 20 Jahren für Stuttgart 21 geworben wird.

Die Projektpartner unterstützen die neue Ausstellung mit unterschiedlich hohen Beträgen. Stadt, Land und Region schießen je 500 000 Euro bei, von der Bahn kommen 1,9 Millionen Euro. Aus diesem Budget müssen die neuen Räume sowie die Präsentationstechnik finanziert werden. Das aus Fertigteilen gebildete Bauwerk war auch Gegenstand der Beratungen im Gestaltungsbeirat der Stadt Stuttgart. „Der Gestaltungsbeirat hätte daraus einen Turm gemacht, den wir dann wahrscheinlich 2027 zur Internationalen Bauausstellung hätten vorzeigen können“, erklärt Georg Brunnhuber, Vorsitzender des Projektvereins, der die Ausstellung trägt, im Interview mit unserer Zeitung. Man müsse aber aufs Geld achten. „Da kann man nicht so viele Gestaltungselemente verbauen, wie sich das der Beirat womöglich gewünscht hätte.“

Größe der Ausstellung schrumpft

In den zurückliegenden Jahren verzeichnete die Ausstellung per anno zwischen 200 000 und 250 000 Besucher. Auch in der auf die Hälfte der Größe geschrumpften neuen Ausstellung sollen diese Besucherzahlen möglich sein.