Ausstellungen in Fellbach Viel Bohei um Kunst: Drei Vernissagen in zwei Tagen in Fellbach
Kunstfreunde sind schwer gefordert: Ausstellungseröffnungen im Kunst-Werk, beim Kunstverein und in der Galerie der Stadt Fellbach.
Kunstfreunde sind schwer gefordert: Ausstellungseröffnungen im Kunst-Werk, beim Kunstverein und in der Galerie der Stadt Fellbach.
Da haben Kunstfreundinnen und Kunstfreunde die Qual der Wahl – alles an artifiziellen Einflüssen mitzunehmen und an Angeboten wahrzunehmen scheint kaum machbar. Gleich drei Vernissagen an zwei Tagen bieten verschiedene Fellbacher Vereine und Institutionen an diesem verlängerten Wochenende an. Die Absprache, so darf man zart anmerken, scheint künftig verbesserungswürdig.
Nahezu zeitgleich geht es am Freitag, 23. Januar, im Kunstverein Fellbach und im Kunst-Werk Fellbach zur künstlerischen Sache. Den Auftakt macht um 19 Uhr im Kunst-Werk Fellbach, Schorndorfer Straße 33, eine Vernissage unter der Überschrift „Vielfalt“.
Unter diesem Motto zeigt die Ateliergemeinschaft Kunstraum5 – dahinter verbergen sich sechs Künstlerinnen aus der Region Stuttgart – ihre aktuelle Ausstellung. Zur Ateliergemeinschaft gehören: Nancy de Matos, Ilona Grumann, Cellestina Nieter, Kerstin Wolf, Eva Wolpert und Dorothea Schwertzel-Thoma.
Der Abend wird musikalisch begleitet von Cristina Marques, die mit brasilianischer Musik eine stimmungsvolle Verbindung von Kunst und Klang schafft. Zu einem entspannten Ausstellungsbesuch nach der Arbeit lädt ein Afterwork-Abend am Donnerstag, 5. Februar, von 17 bis 20 Uhr – garniert durch Indie-Pop von Florian van der Holz.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Finissage am Sonntag, 8. Februar, von 14 bis 18 Uhr. Im Rahmen des Abschlussnachmittags wird ein gemeinsam gemaltes Kunstwerk der Künstlerinnen versteigert. Der Erlös der Versteigerung kommt vollständig dem Verein 46Plus Down Syndrom Stuttgart zugute.
Wer sich sputet, schafft es womöglich vom Kunst-Werk an der Schorndorfer Straße mit nur wenig Verspätung zum nächsten kulturellen Highlight in Fellbach, nämlich in den Gewölbekeller des Kunstvereins in der Cannstatter Straße 9. Dort beginnt am Freitagabend um 19.30 Uhr die Vernissage unter dem Titel „Wesen“ mit Werken von Paul Scharkowski. Seine Zeichnungen, Leinwände und Installationen zeigen fantastische Fabelwesen, Fratzen und Gestalten.
Der Kunstverein beschreibt dies so: „In verwobenen Linien, zwischen Fantastik und Fragment, Bühne und Mythos, entsteht eine Welt, die Identität, Maskerade und das Dazwischen auslotet – eigensinnig, poetisch, merkwürdig.“ Der gebürtige Stuttgarter Scharkowski lebt und arbeitet als Performance- und Bildender Künstler. Zur Vernissage gibt es Saxofontöne und Improvisationen.
Weniger Hektik ist tags drauf, am Samstag, 24. Januar, nötig. Denn die nächste Fellbacher Vernissage ist quasi konkurrenzlos, zumindest innerstädtisch. Und sie ist vor allem durch einen wahrlich aufsehenerregenden Titel geprägt: „Aufsehen, Bohei – do not miss this“, so lautet das Motto in der Galerie der Stadt Fellbach, erreichbar über den Innenhof des Rathauses. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten einiger freischaffender Künstlerinnen und Künstler, die an der Kunstschule Fellbach als Dozentinnen und Dozenten tätig sind.
Die bunte und ansprechende Schau zeigt feine zeitgenössische Malerei, Grafiken, Skulpturen, Zeichnungen, Objekte, Notate und Fotos. Sie wird am Samstag in einem mehrstündigen Event von 18 bis 21 Uhr eröffnet – inklusive einer Performance unter dem skurrilen Titel „Perfermance“, ausgeführt von der Leiterin der Kunstschule, Kerstin Schaefer.
Zu sehen sind Werke von Björn Dermann, ETAGE, Christina Mäckelburg, Nadja Pidan, Kerstin Schaefer, Daniela Schöpflin, Armin Subke, Michaela Tröscher und Pia von Aulock.
Die Ausstellung ist mit interaktiven Aktionen für die Besucher. Am Eröffnungstag und bei der Finissage am Donnerstag, 26. Februar (15 bis 19 Uhr), können Kunstfreundinnen und Kunstfreunde hautnah und live bei der Entstehung von Kunstwerken dabei sein.