Austritt aus der CDU Todenhöfer will neue Partei gründen

Mit 80 aus der CDU ausgetreten: Jürgen Todenhöfer. Foto: dpa/Ingo Wagner
Mit 80 aus der CDU ausgetreten: Jürgen Todenhöfer. Foto: dpa/Ingo Wagner

Der ehemalige Abgeordnete und Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer tritt aus der CDU aus. Der frühere Tübinger Bundestagsabgeordnete will mit einer eigenen Partei zur Bundestagswahl antreten.

Korrespondenten: Katja Bauer (tja)
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Berlin - Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Bestsellerautor Jürgen Todenhöfer hat seinen Austritt aus der CDU erklärt und beabsichtigt die Gründung einer Partei. Für den Donnerstagabend rief er zu seinem 80. Geburtstag zu einer Kundgebung in Berlin auf, um für sein „Team Todenhöfer“ zu werben. Seit Wochen kündigt er auf seiner Facebookseite „etwas Großes“ und eine „neue Politik“ an. Der Regierung wirft er vor, die Bevölkerung systematisch zu täuschen. Die künftige Partei werde für eine „gewaltfreie humanistische Revolution“ stehen. Todenhöfer hatte von 1972 bis 1990 für die Union um Bundestag gesessen – von 1980 an für den Wahlkreis Tübingen – und war zeitweise entwicklungspolitischer Sprecher. Der CDU hat er 50 Jahre angehört. Die Partei habe nichts mehr mit der CDU von damals zu tun, hieß es in der Erklärung.

Zuletzt war Todenhöfer vor allem mit seinen Büchern und auf Facebook präsent, wo er sehr viele Anhänger hat. Eines seiner letzten Postings auf Facebook setzt die islamistischen Attentate von Paris und Wien gleich mit „christlichen Terrorkriegen des Westens“ im Nahen Osten, bei denen „1000 mal mehr unschuldige Menschen ermordet“ worden seien als von den Terrororganisationen „Islamischer Staat“ und Al Qaida im Westen.




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