Ausweichlandungen am Flughafen Schneechaos: Flüge landen in Stuttgart
Acht Maschinen aus München, Memmingen und Frankfurt sind am Wochenende wegen der starken Schneefälle nach Stuttgart umgeleitet worden. Dort klappte der Winterdienst ohne Probleme.
Acht Maschinen aus München, Memmingen und Frankfurt sind am Wochenende wegen der starken Schneefälle nach Stuttgart umgeleitet worden. Dort klappte der Winterdienst ohne Probleme.
Wegen des starken Schneefalls sind am Wochenende einige wenige Flüge aus München, Memmingen und Frankfurt nach Stuttgart umgeleitet worden. Auch am Flughafen auf den Fildern wurde zwar wegen des Schneefalls die Start- und Landebahn regelmäßig geräumt. „Das wurde zwischen zwei Flugbewegungen eingefädelt, sodass es keine Verspätungen deswegen gab“, sagte Flughafen-Sprecherin Beate Schleicher. Weil die Flugzeuge vor dem Start enteist werden mussten, sei es bei mehreren Abflügen „zu leichten Verspätungen zwischen 20 und 30 Minuten gekommen“.
Am Freitag gab es nach Schleichers Worten acht Ausweichlandungen in Stuttgart, am Samstag waren es vier. Am Münchner Flughafen und am Memminger Allgäu-Flughafen wurde der Betrieb vorübergehend komplett eingestellt. Zwar war der Winterdienst wegen der starken Schneefälle auch in Stuttgart voll im Einsatz. Der Flugbetrieb konnte dort aber ohne größere Behinderungen weiterlaufen.
Den Winterdienst organisiert die Stuttgarter Flughafengesellschaft mit rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedensten Abteilungen. Sie erhalten eine spezielle Zusatzausbildung und werden auf den großen Räumfahrzeugen geschult. Bei Schneefall rücken die Trupps nach einem klar geregelten Dienstplan aus. „Jeweils 60 der freiwilligen Helferinnen und Helfer sind von November bis April in ständiger Rufbereitschaft“, erläutert Schleicher. Falls nötig, übernimmt nach ihren Worten die Flughafen-Feuerwehr den ersten Einsatz, bis die angeforderte Gruppe am Airport bereit zum Losfahren ist. Die Feuerwehrwache im östlichen Teil des Flughafens ist rund um die Uhr besetzt. Die Männer und Frauen springen im Notfall ein, damit der eng getaktete Flugbetrieb nach der Nachtflügbeschränkung um 6 Uhr morgens starten kann.
Für Räumarbeiten im Winter stehen mehr als 30 Fahrzeuge bereit. Darunter sind Schneefräsen, die bis zu 5000 Tonnen Schnee pro Stunde bewältigen können. Leistungsstarke Schneepflüge mit bis zu 450 PS gehören auch zum Fuhrpark.„Insgesamt beträgt die Fläche, die unsere Teams freiräumen, 1,3 Millionen Quadratmeter“, sagt Schleicher. Dazu gehören das Vorfeld mit Parkpositionen, Rollwege, die Start- und Landebahn sowie Flächen der Luftfracht.