Auswertung des Statistischen Bundesamts Coronapandemie führte zu Übersterblichkeit

Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich. (Symbolfoto) Foto: dpa/Sebastian Kahnert
Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich. (Symbolfoto) Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Nach einer Auswertung der Sterbefallstatistik seit Beginn der Pandemie kommt das Statistische Bundesamt zu dem Befund, dass die Coronapandemie in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt hat.

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Wiesbaden - Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt - zu diesem Befund kommt das Statistische Bundesamt nach der Auswertung der Sterbefallstatistik seit Beginn der Pandemie. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre“, sagte der Vizepräsident des Amtes, Christoph Unger, am Donnerstag in Wiesbaden.

2020 starben fünf Prozent mehr Menschen als 2019. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg der Sterbefallzahlen um zwei Prozent zu erwarten gewesen. Betrachtete man die ersten zwölf Monaten der Pandemie - März 2020 bis Februar 2021 - starben sogar 7,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum.

Die Todesursachenstatistik gibt Aufschluss, wer 2020 an und wer mit Corona gestorben ist. Laut Destatis starben knapp 40 000 Menschen an Covid-19 als Grundleiden, bei gut 8000 war Covid-19 als Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet. 70 Prozent der Covid-19-Toten waren 80 Jahre oder älter, die meisten hatten vielfältige Vorerkrankungen. 176 000 Menschen wurden 2020 mit oder wegen Corona im Krankenhaus behandelt. Knapp 37 000 von ihnen lagen auf der Intensivstation, rund 21 000 wurden künstlich beatmet. Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich.




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