Auswirkungen der Corona-Krise Verband warnt vor Tankstellensterben

Von red/dpa 

Kurzarbeit, Homeoffice und Ausgehbeschränkungen: Weil die Leute in der Corona-Krise weniger Autofahren, haben Tankstellen Probleme. Das könnte für kleine Betreiber bald das Aus bedeuten.

Da in der Corona-Krise weniger gefahren wird, müssen die Autofahrer derzeit auch weniger tanken. (Symbolbild) Foto: dpa/Christophe Gateau
Da in der Corona-Krise weniger gefahren wird, müssen die Autofahrer derzeit auch weniger tanken. (Symbolbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Berlin - Tankstellenbetreiber in Deutschland befinden sich nach Angaben ihres Verbands aufgrund der Coronavirus-Krise in einer hochdramatischen Situation.

Wenn wegen Ausgangsbeschränkungen die Leute weniger tanken, könnte dies die Betreiber schnell an den Rand der Existenz bringen, sagte ein Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein, zwei Wochen seien gerade noch zu verkraften. „Aber drei, vier Wochen oder gar mehr kann so ein kleiner Tankstellen-Betreiber nicht wegschlucken.“

Die Betreiber sind nach Angaben des Verbands meist nur Pächter der Tankstellen. Eigentümer sind hingegen große Mineralölgesellschaften wie Shell oder Total. Der Verband fordert aufgrund der aktuellen Situation, die Pacht auf null zu setzen. Zudem soll der Staat mit einem sofortigen Betriebskostenzuschuss helfen. „Denn sonst haben wir ein Tankstellensterben, und zwar innerhalb der nächsten Monate“, sagte der Sprecher.