Der scheidende Oberbürgermeister Martin Georg Cohn hat sich jahrelang für die Feuerwehr eingesetzt. Die dankt es ihm nun. Ein wenig Geduld braucht der OB aber noch.

Leonberg: Thomas K. Slotwinski (slo)

Die Feuerwehr war mit gleich mehreren Männern präsent. Auch der Gesamtkommandant Wolfgang Zimmermann ist ins Rathaus gekommen. Sie alle wollten wissen, ob sie den scheidenden Oberbürgermeister demnächst als Ehrenmitglied in ihren Reihen begrüßen dürfen.

 

Und sie dürfen es: Bei fünf Enthaltungen beschloss der Gemeinderat, dass Martin Georg Cohn die Auszeichnung entgegennehmen darf. Die Stadträte folgen damit einem Vorschlag des Feuerwehrausschusses, dem Gremium, das für sämtliche Brandschützer in Leonberg spricht. Die offizielle Ernennung wird bei der Hauptversammlung der Gesamtfeuerwehr am 30. Januar erfolgen.

Cohn hat die Feuerwehr „zur Chefsache gemacht“

Die Ehrenmitgliedschaft ist als Dankeschön für eine kontinuierliche Unterstützung des Oberbürgermeisters zu verstehen. „Herr Cohn hat das Feuerwehrwesen in Leonberg nicht nur als Teil seiner Amtsaufgaben verstanden, sondern zur Chefsache gemacht und dadurch einen nachhaltigen Strukturwandel eingeleitet“, schreibt der Feuerwehr-Ausschuss in seiner Begründung für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. „Unter seiner Amtsführung wurde die Feuerwehr organisatorisch, personell und technisch weiterentwickelt, die Zahl hauptamtlicher Kräfte von vier auf 15 erhöht und die Infrastruktur durch Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen entscheidend gestärkt.“

Dass der Oberbürgermeister ein großer Freund der Feuerwehr ist, gilt in der Kommunalpolitik als unstrittig. Doch gerade die Aufstockung des hauptamtlichen Personals bei der Freiwilligen Feuerwehr war angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt auch auf Kritik gestoßen. Das änderte freilich nichts an der großen Zustimmung im Rat für Cohns Würdigung.

Einmütig stimmte der Gemeinderat dafür, dass auch Martin Tröscher die Ehrenmitgliedschaft erhält. In seiner 34-jährigen Mitgliedschaft hatte er verschiedene Funktionen inne – vom Jugendleiter bis zum Ausbilder bei der Truppenführung. Seit mehr als zehn Jahren ist er Leiter der Altersabteilung.