Auto kracht in Sindelfinger Büro Bestatter: „Das war ein großer Schreck“

Was begann wie ein normaler Arbeitstag, endete für die Mitarbeiter von Göpper und Maurer in Sindelfingen mit einem gewaltigen Schreck. Foto: SDMG

So erlebten die Mitarbeiter des Sindelfinger Bestattungsunternehmens Göpper und Maurer den Moment, als am Donnerstag ein Auto in ihr Büro krachte.

Volontäre: Janina Link (jali)

Es ist ein sonniger Donnerstag in Sindelfingen, der für die Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens Göpper und Maurer ganz alltäglich begonnen hat. Das Telefon klingelt, Akten liegen auf dem Tisch, leises Tippen auf der Tastatur erfüllt das Büro in der Burghaldenstraße, in dem man an diesem Mittag zu dritt sitzt. Doch dann: ein ohrenbetäubendes Krachen. Glas splittert, ein Ruck geht durch das Gebäude. Und plötzlich steht ein Volkswagen im Büro.

 

„Das war ein großer Schreck für alle“, sagt Tim Maurer, der gemeinsam mit seinem Vater Andreas Maurer im Familienunternehmen arbeitet. „Damit rechnet man ja nicht.“ Was nach Filmszene klingt, ist am Donnerstag, dem 12. Juni, gegen 11.50 Uhr Realität: Eine 37-jährige Autofahrerin verliert laut Polizei bei einem Wendemanöver im Kreuzungsbereich Burghaldenstraße/Hermann-Löns-Straße die Kontrolle über ihr Auto und kracht in das Schaufenster.

Der Schock saß tief

Zunächst prallt sie gegen einen Verteilerkasten, dann durchbricht sie die Glasfront des Bestattungsunternehmens und kommt erst im Inneren zum Stehen. Wie durch ein Wunder bleibt nicht nur die Fahrerin, sondern auch alle Anwesenden im Gebäude unverletzt. „Niemandem ist was passiert, Gott sei Dank“, sagt Tim Maurer erleichtert. Doch der Schock saß tief. Und der Schaden ist beträchtlich: rund 25 000 Euro schätzt die Polizei. Der Wagen musste abgeschleppt werden, ausgelaufene Betriebsstoffe wurden noch am selben Tag beseitigt. Die Unfallstelle blieb für eine Weile abgesperrt.

Scherben überall: Das Büro kurz nach dem Vorfall. Foto: SDMG

Auch im Büro sah es aus, als hätte ein Bombe eingeschlagen. „Wir haben alles aufgeräumt“, berichtet Maurer. Fünf oder sechs Stunden lang schuftete das Team am Donnerstag, bis gegen 18 Uhr das Chaos beseitigt war . „Das war doch einiges“, sagt Maurer. Fensterreste, kaputte Möbel, verstreute Unterlagen – alles musste sortiert, gereinigt und instand gesetzt werden. „Wir sind wieder einsatzfähig – als Bestatter müssen wir das ja auch immer sein.“

Maurer: „Schaden muss über Versicherung abgewickelt werden“

Tim Maurer gehört zur vierten Generation Bestatter in dem Sindelfinger Unternehmen Göpper und Maurer. Obwohl er zunächst einen ganz anderen Weg eingeschlagen hatte. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung als Zimmermann und einigen Jahren Berufserfahrung im Handwerk zog es ihn schließlich doch in den elterlichen Betrieb. Die Leidenschaft für das Bestattungswesen ließ ihn nicht los. Mittlerweile hat er seine Ausbildung in dem Beruf erfolgreich abgeschlossen und soll das Unternehmen in naher Zukunft in vierter Generation weiterführen, wie das Institut auf seiner Homepage mitteilt.

Am Freitag, nur einen Tag nach dem Vorfall, herrschte bereits wieder Normalität bei Göpper und Maurer: „Das war schon wieder ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag für uns“, sagt Maurer. Die Versicherung sei inzwischen eingeschaltet – „der Schaden muss darüber abgewickelt werden“. 

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