Autofrei in Nürtingen Im Tiefenbachtal bleiben die Motoren aus

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Bei „Mobil ohne Auto“ haben Fußgänger, Radler und Skater zwischen Nürtingen und Beuren Vorfahrt.

Das Tiefenbachtal wird für den motorisierten Verkehr gesperrt. Foto: Horst Rudel/Archiv
Das Tiefenbachtal wird für den motorisierten Verkehr gesperrt. Foto: Horst Rudel/Archiv

Nürtingen - Familienfreundlich, umweltbewusst, autofrei – das ist das Motto des Nürtinger Aktionstags „Mobil ohne Auto“ am 22. September. Zwischen 10 und 18.30 Uhr wird dabei das Tiefenbachtal zwischen Nürtingen und der Abzweigung nach Beuren für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fußgänger, Radler und Skater genießen an diesem Sonntag Vorfahrt. Die Veranstalter wollen mit Angeboten für Jung und Alt die Verbindung zwischen Mensch und Natur in das Bewusstsein aller holen.

Durch einen Unverpackt-Laden soll Müll vermieden werden

An einen Gottesdienst im Grünen von 10.30 Uhr an bei der Firma Gartenbau Hiller am Ortsausgang von Nürtingen schließt sich auf der Gottesdienstwiese eine Talkrunde zu nachhaltiger Mobilität an. Nachhaltigkeit ist auch das übergreifende Thema eines Stands, mit dem der BUND, die Eine-Welt-Gruppe und der Förderverein Nürtinger Apfelsaft auf der insgesamt sieben Kilometer langen „Mobil ohne Auto“-Strecke vertreten sind.

An dieser Stelle stellt sich auch der Unverpackt-Laden vor. Der erste verpackungsfreie Laden im Kreis Esslingen soll im Herbst eröffnen. Bei dem von Ehrenamtlichen getragenen Projekt sollen Lebensmittel, Reinigungsmittel und Kosmetika möglichst aus der Region und in Bioqualität ohne Verpackung verkauft werden. Wer etwas kauft, füllt die Waren selbst in Glasbehältnisse oder Stoffbeutel ab. Bezahlt wird nach Gewicht. Wie Kosmetika selber hergestellt werden, wird an dem Nachhaltigkeitsstand bei „Mobil ohne Auto“ ebenfalls erklärt.

Für Inline-Skater gibt es einen Geschicklichkeitskurs

Informationen zu nachhaltiger Mobilität und Klimaschutz bekommen Interessierte auch vom städtischen Klimaschutzmanager Thomas Kleiser. Zwischen 11 und 16.30 Uhr bietet die Stadt Nürtingen eine Rad-Schnitzeljagd für Kinder an. Weil es allgemein immer wieder zu Unfällen mit Beteiligung von Fahrradfahrern mit teils schwerwiegenden Folgen kommt, wird außerdem auch das Thema Sicherheit bei dem Aktionstag groß geschrieben. Um 14 Uhr beginnt am Stand der Stadt Nürtingen ein Rad-Fahrsicherheitstraining. Die Großbettlinger Inline-Skater sind mit einem Geschicklichkeitsparcours vertreten und bieten zudem einen kostenlosen Anfängerkurs an.

Die Möglichkeiten des Carsharings und der Elektromobilität werden ebenfalls vorgestellt. So sind beispielsweise die Stadtwerke Nürtingen mit einer Ausstellung von Elektrorollern vertreten. Die Stadt Nürtingen nimmt wieder am Stadtradeln teil. Vom 10. bis zum 30. September werden alle geradelten Kilometer erfasst. Auch die bei „Mobil ohne Auto“ abgespulten Kilometer können gesammelt werden.

Das Bergzeitfahren lockt mit 110 Höhenmetern

Wer sich an dem Tag nicht nur informieren, sondern auch sportlich betätigen will, kann am Bergzeitfahren teilnehmen. Los geht es um 14 Uhr. Auf der rund drei Kilometer langen Strecke gilt es 110 Höhenmeter zu überwinden. Das Bergzeitfahren richtet sich an Freizeit- und Hobbysportler, gefahren werden darf nur mit Rädern ohne Elektrounterstützung. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro, eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

Bereits am Freitag, 20. September, ist für 12 Uhr in der Nürtinger Innenstadt eine Fridays for Future-Demo angesetzt. Am Sonntag wird der Stadtjugendring dann die Ergebnisse und Forderungen vorstellen. Bei „Mobil ohne Auto“ lockt auch ein kulinarisches Angebot. Von Kaffee und Kuchen, über die Rote Wurst bis hin zu Grillfleisch reicht die Palette.