Autoindustrie in der Coronakrise Videokommentar: So reagiert Daimler auf den Absatzeinbruch

Von Ann-Kathrin Schröppel 

Daimler startet die Produktion im Werk in Sindelfingen unter strengen Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig rufen Autobauer nach einer Kaufprämie für Neuwagen, um aus der Krise zu kommen. Wirtschaftsredakteur Yannik Buhl analysiert die Lage im Video.

Stuttgart - Der wirtschaftliche Druck auf Daimler nach dem Absatzeinbruch durch Corona wächst. Der Autobauer versucht mit dem Produktionsstart unter strengen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen sowie dem Ruf nach einer Kaufprämie für Neuwagen aus der Krise zu kommen.

Im Daimlerwerk in Sindelfingen läuft seit einigen Tagen die Produktion wieder an. Zuvor war das Werk aufgrund der Coronakrise vorübergehend geschlossen worden. Nun dürfen 17 000 Mitarbeiter – fast die Hälfte der Belegschaft von 35 000 Beschäftigten – wieder zur Arbeit gehen. Entlang der Fertigungsstrecken herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen: An sensiblen Stellen, wie an Pausentischen und auf Toiletten, ist der Mindestabstand von 1,50 Meter einheitlich markiert. Wo sich der Mindestabstand nicht einhalten lässt, herrscht Maskenpflicht.

Automobilbauer hoffen auf Kaufprämie

Am Dienstag trafen sich Vertreter der Automobilbranche und Mitglieder der Bundesregierung zu einem Autogipfel. Die Hersteller forderten von der Regierung eine Kaufprämie für Neuwagen, um die rückläufige Nachfrage wieder anzukurbeln. Eine Einigung konnte bei diesem Treffen allerdings nicht erzielt werden. Experten rechnen nun frühestens im Juni mit entsprechenden Beschlüssen.

Wie die Prämie genau aussehen soll ist unklar. Die Debatte bewegt sich zwischen einer höheren Förderung für Elektroautos und einer pauschalen Prämie für alle Neuwagen, also auch für Verbrenner. Kritiker fragen laut, warum die Automobilbranche überhaupt staatliche Hilfen benötigt. Die Hersteller hätten doch in der Vergangenheit hohe Gewinne eingefahren und diese auch in Form von Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet.

Wirtschaftsredakteur Yannik Buhl analysiert die aufgeheizte Debatte im Videokommentar.

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