Autokino Schorndorf Gottesdienst als Zeichen der Hoffnung

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Der Schorndorfer Pfarrer Thomas Fuchsloch macht aus der Not eine Tugend: Sein Gottesdienst findet wegen der Coronakrise nicht in der Versöhnungskirche statt sondern auf dem Gelände des neuen Autokinos.

Der Pfarrer Thomas Fuchsloch predigt auch an den nächsten beiden Sonntagen nicht in seiner     Kirche sondern auf diesem Parkplatz in Schorndorf. Foto: Gottfried Stoppel
Der Pfarrer Thomas Fuchsloch predigt auch an den nächsten beiden Sonntagen nicht in seiner Kirche sondern auf diesem Parkplatz in Schorndorf. Foto: Gottfried Stoppel

Schorndorf - Sonntagmorgen, 10 Uhr. Normalerweise beginnt der Pfarrer Thomas Fuchsloch um diese Zeit seinen Gottesdienst in der Versöhnungskirche in Schorndorf. Aber was ist in diesen Corona-Tagen schon normal?

Fuchsloch und das Traumpalastkino veranstalten einen Gottesdienst im neuen Autokino auf einem Parkplatz in der Gottlob-Bauknecht-Straße. Gut 50 Wagen stehen vor der Leinwand, Texte und Lieder werden über die UKW-Frequenz 92,3 in die Autoradios übertragen.

In den meisten Autos sitzen Familien. Anders als in den wieder eröffneten Kirchen ist in den Fahrzeugen singen erlaubt: „Ich weiß, dass Jesus lebt“, schmettern die Menschen. In seiner Predigt erinnert Fuchsloch an große Krisen, etwa an Kriege und Vulkanausbrüche, und er ruft: „Fürchtet Euch nicht“, denn Gott sei da, „nur ein Gebet weit weg“. Nach dem Vaterunser betätigen viele Gottesdienstbesucher die Lichthupe – und viele kommen ganz bestimmt nächsten Sonntag wieder.




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