Award-Gala mit Promis für gesundes Leben Cathy Hummels denkt über Stuttgart anders als Ina Aogo

Von Uwe Bogen 

Die negativen Aussagen der Spielerfrau Ina Aogo über Stuttgart teilt Cathy Hummels nicht. „Mir gefällt die Stadt gut“, sagt die Frau von Matts Hummels bei einer Promi-Gala in Stuttgart. Eine Freundin lebe hier, weshalb sie sich auskenne.

Influencerin und Spielerfrau Cathy Hummels, Moderatorin einer  prominent besetzten Award-Gala für innovative und gesunde Produkte, mit Motivationstrainer Fabian Hambüchen im Stuttgarter Hotel Le  Méridien. Foto: Lichtgut/Rettig 15 Bilder
Influencerin und Spielerfrau Cathy Hummels, Moderatorin einer prominent besetzten Award-Gala für innovative und gesunde Produkte, mit Motivationstrainer Fabian Hambüchen im Stuttgarter Hotel Le Méridien. Foto: Lichtgut/Rettig

Stuttgart - Nur Spielerfrau und Mutter will die 31-jährige Cathy Hummels nicht sein. Influencerin ist sie, Geschäftsfrau, Designerin – oder Moderatorin wie bei der Verleihung der Healthy Living Awards 2020 im Stuttgarter Hotel Le Méridien. Im Beisein zahlreicher Promis wie Sängerin Jeanette Biedermann, Olympiasieger Fabian Hambüchen oder Top-Model Papis Loveday sind am Samstagabend innovative Produkte für einen gesunden Lebensstil ausgezeichnet worden. Regelmäßig, sagt Cathy Hummels, fahre sie nach Stuttgart, weil eine ihrer besten Freundinnen hier lebe. Dabei sei sie zum Fan dieser Stadt geworden.

Dass eine andere Spielerfrau, die sie gut kennt, überhaupt nicht begeistert ist von Stuttgart, nämlich Ina Aogo, die Frau des Ex-VfB-Spielers Dennis Aogo, will die Moderatorin der Preisverleihung nicht kommentieren, um der Freundin nicht in den Rücken zu fallen. Im Gespräch mit unserer Zeitung macht die 31-jährige Hummels aber klar, dass sie es ganz anders sieht. Dank ihrer regelmäßigen Besuche wisse sie, wie wohl man sich in Stuttgart fühlen könne und wie wohl sich vor allem die Stuttgarter selbst hier fühlten. Die Aussagen von Ina Aogo hatten für einen großen Wirbel in den Medien und in den sozialen Netzwerken gesorgt

Hummels musste ihre Sneaker-Kollektion von Markt nehmen

Nicht immer rund läuft es bei einer Frau, die bei Instagram eine halbe Million Follower hat und damit zu den erfolgreichsten Influencerinnen in Deutschland zählt. Viel Geld hat Cathy Hummels mit ihrer Sneaker-Kollektion verloren, die sie komplett vom Markt nehmen musste, weil sie vor Gericht gegen die dänische Sportartikelmarke Hummel unterlag. Die hatte es gar nicht lustig gefunden, dass die berühmte Spielerfrau auf ihre exklusiven und nicht gerade preisgünstigen Schuhe mit Satinschnürsenkel und Plateausohlen Hummeln kleben ließ. Ihre Sneaker hießen wie ihr Nachname – Hummels. Die Firma Hummel meinte, dies sei viel zu ähnlich zu ihrer Marke und obsiegte vor Gericht.

Cathy Hummels lässt sich davon nicht unterkriegen. Sie hat viele neue Ideen, die vor allem die Themen Gesundheit, Tierschutz und veganes Essen betreffen. „Ganz vegan ernähre ich mich nicht“, räumt sie bei der glamourösen Preisverleihung im Gespräch mit unserer Zeitung ein, „ohne Fisch geht es bei mir nicht.“ Ein absoluter Medienprofi ist sie. Bei Fotos zieht sie stets ihr Kleid auseinander, damit man ihr linkes Bein sieht.

„Unglaublich, was in Stuttgart bei der Kunstturn-WM los war“

Olympiasieger Fabian Hambüchen, ebenfalls ein großer Stuttgart-Fan („Unglaublich, was hier bei der Kunstturn-WM los war!“), pflichtet ihr bei, dass man bei der Ernährung stärker darüber nachdenken müsse, was gut für Mensch, Tier und Klima sei. In Sportlerkreisen werde bereits diskutiert, ob man auch ohne Fleisch erfolgreich sein könne. Cathy Hummels und Fabian Hambüchen waren mit ihrer Ansicht zur gesunden, klimafreundlicheren und Tierquälerei verhindernden Ernährung also ganz bewusst gebucht für eine Gala, bei der unter anderem Preise in den Kategorien „Vegane Produkte“ und „Fleischersatz-Produkte“ vergeben worden sind. Der DoldeMedien Verlag hatte dazu Branchenvertreter sowie Prominenz aus Kultur, Sport, Showbusiness und Politik eingeladen.

Zu Beginn gab’s eine feuchte Überraschung. Von der Decke kam Wasser runter, nicht nur tropfenweise. Es traf den aus München angereisten Papis Loveday. Der im Senegal geborenen Laufsteg-Coach von „Germany’s Next Topmodel“ ist 2003 als Model einer Kampagne für United Colours of Benetton weltberühmt geworden. Wasser marsch! An einer defekten Klimaanlage lag’s, wie das Hotel inzwischen mitteilte. Kondenswasser hatte sich angesammelt und plötzlich über Loveday ausgeschüttet. Die Hotel-Leute boten dem in Rosa gekleideten Model an, seine Kleidung reinigen zu lassen. Doch Papis trug’s mit Humor und meinte, dies sei nicht nötig. Er trocknete sich selbst auf der Toilette.

Jeanette Biedermann begeistert mit Unplugged-Konzert

Der Vorfall jedenfalls gab was her für den Rest des Abends. Feucht und fröhlich gehören ja auch irgendwie zusammen. Warum der 42-jährige Loveday immer noch so aussieht wie zu Beginn seiner Model-Karriere, erklärt er unserer Zeitung so: „Ich hab’ einen Vertrag mit dem Teufel.“ So begeistert war der Senegalese von der Armbanduhr von Sasha Sasse aus Leipzig, dem amtierenden Mister Germany, dass er diese sofort mit dem Handy fotografierte. Auf dieser, in New York eingekauften Uhr stehen nur drei Buchstaben. N – O – W. Wer vom schönsten Mann Deutschlands die Uhrzeit wissen will, erfährt also: „Jetzt“.

Fabian Hambüchen erwies sich als großartiger und mitreißender Motivationstrainer bei seiner etwa 20-minütigen Rede zum Thema „Wie überwindet man Hindernisse“. Und Jeanette Biedermann begeisterte mit ihrer Band beim exklusiven Unplugged-Konzert.

Eine Fachjury aus 17 Experten – bestehend aus Ernährungswissenschaftlern, Spitzenköchen sowie Sportlern und Hautfachärzten - hatte 24 Awards für Firmen oder Startups vergeben, die sich auf einem immer stärker werdenden Markt für gesundes Leben mit innovativen Ideen hervorgetan haben.

Sonderthemen