B14 bei Backnang Vollsperrung der B14 steht kurz bevor
Wegen Brückenarbeiten wird die Bundesstraße 14 bei Backnang Ende Mai voll gesperrt. Die Stadt erwartet deutliche Zusatzbelastungen.
Wegen Brückenarbeiten wird die Bundesstraße 14 bei Backnang Ende Mai voll gesperrt. Die Stadt erwartet deutliche Zusatzbelastungen.
Die B 14 wird im Zuge des Neubaus zwischen Nellmersbach und Backnang-West (Rems-Murr-Kreis) vom 26. bis zum 28. Mai voll gesperrt. Grund ist der Einhub von Brückensegmenten für eine Stahlbaubrücke, wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt. Umleitungen werden eingerichtet.
Eingerichtet wird die Vollsperrung nach Angaben des Regierungspräsidiums bereits in der Nacht von Montag, 25. Mai, auf Dienstag, 26. Mai. Der Abbau der Verkehrssicherung soll in der Nacht von Donnerstag, 28. Mai, auf Freitag, 29. Mai, erfolgen.
Die Sperrung ist erforderlich, weil die Arbeiten über der B 14 stattfinden und die Kräne auf der Bundesstraße positioniert werden. Für den Bau der Brücke werden die einzelnen Stahlsegmente auf Montageflächen vorgefertigt und anschließend mithilfe von Kränen auf die bereits fertiggestellten Widerlager und Hilfsstützen gehoben.
Danach werden die einzelnen Segmente miteinander verbunden. Damit wird erstmals die komplette Brückenkonstruktion sichtbar. Das Regierungspräsidium spricht von einem wichtigen Meilenstein beim Neubau der B 14. Für den Bauabschnitt 2.3 Bahnbrücken des Gesamtprojekts „B 14 Neubau zwischen Nellmersbach und Backnang-West“ investiert der Bund rund 46 Millionen Euro.
Während der Vollsperrung wird der Verkehr getrennt geführt. Der Leichtverkehr fährt ab der Anschlussstelle Backnang-Süd über Backnang, Steinbach und Oppenweiler. Der Schwerverkehr wird ab der Anschlussstelle Backnang-Süd über die Heinrich-Hertz-Straße, Weissach im Tal, Auenwald, Steinbach und Oppenweiler umgeleitet.
Mit der kommenden Vollsperrung hat sich die Stadt Backnang bereits im Vorfeld beschäftigt. Nach früheren Angaben im Gemeinderat nutzen rund 28.000 Fahrzeuge täglich den betroffenen Abschnitt der B 14, darunter etwa 3000 Lastwagen. Während der Sperrung muss dieser Verkehr auf andere Strecken ausweichen.
Besonders im Blick war dabei der sogenannte Leichtverkehr, der laut aktueller Umleitungsführung durch Backnang, Steinbach und Oppenweiler geführt wird. In der damaligen Verkehrsuntersuchung wurde mit bis zu 1350 zusätzlichen Fahrzeugen pro Stunde gerechnet, die während der Spitzenzeit durch das Stadtgebiet rollen könnten.
Untersucht wurden mehr als ein Dutzend Knotenpunkte, an denen sich Umleitungsverkehr bündeln kann. Als kritisch galten unter anderem der Kreisverkehr Annonaystraße/Gartenstraße, die Kreuzung Stuttgarter Straße/Industriestraße, der KAWAG-Kreisel sowie der Bereich Adenauerplatz. Unter anderem dort könnten Rückstaus, längere Wartezeiten und stockender Verkehr entstehen.
Die dreitägige Sperrung Ende Mai dürfte deshalb auch Hinweise für spätere Bauphasen liefern. Die Stadt will beobachten, wie sich der Verkehr tatsächlich entwickelt und ob bei der Verkehrslenkung nachgesteuert werden muss. Aus den Erfahrungen sollen Verbesserungen für künftige Sperrphasen abgeleitet werden.
Der Bauablaufplan des Regierungspräsidiums sieht für 2027 mehrtägige Sperrpausen beim Einschub der Brückenbauwerke vor. Die jetzige Vollsperrung könne damit auch als Praxistest dienen, hieß es seinerzeit im Gemeinderat: Was Ende Mai auf den Umleitungsstrecken funktioniert – oder nicht funktioniert –, dürfte für die Vorbereitung der längeren Einschränkungen im kommenden Jahr wichtig werden.
Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Aktuelle Informationen zu Straßenbaustellen im Land sind über die Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufbar.