Claus Peter Fabian ist Vorsitzender des Förderkreises der Internationalen Bachakademie Stuttgart Foto: CMS
Welche Wege geht die Bachakademie Stuttgart in die Zukunft? Vier internationale Talente treten an, „Bachbotschafter“ zu werden. Möglich macht dies der Förderkreis der Bachakademie.
Nikolai B. Forstbauer
11.03.2026 - 15:46 Uhr
Wenn an diesem Freitag, 13. März, das Internationale Bachfest Stuttgart beginnt, stehen vier junge Musikerinnen und Musiker besonders im Scheinwerferlicht: Der Förderkreis der Internationalen Bachakademie Stuttgart ermöglicht den möglichen Stars von morgen eine Präsenz als internationale Bachbotschafter.
Was zeichnet Samara Gama (Violine) aus Brasilien, die gebürtige Australierin und Britin Theresa Miles (Kontrabass), die Deutsche Lea Völzer (Sopran) und der Brasilianer Pedro Globekner-Ohoe (Tenor) aus? „Sie verkörpern musikalisches Talent, kulturelle Vielfalt und eine lebendige Auseinandersetzung mit den Werken von Johann Sebastian Bach“, sagt Claus-Peter Fabian, Vorsitzender des Förderkreises der Internationalen Bachakademie. Die künstlerischen Möglichkeiten des Quartetts zeigen sich aus Sicht Fabians in Proben in der Landesakademie Ochsenhausen und etwa in der Zusammenarbeit mit dem Jungen Stuttgarter Bach (JSB) Ensemble unter Akademieleiter Hans-Christoph Rademann und Chormeisterin Kathy Saltzmann Romey.
Hans-Christoph Rademann ist Leiter der Internatiionalen Bachakademie Stuttgart Foto: Martin Förster
Während Kathy Saltzmann Romey die Nominierung von Lea Völzer und Pedro Globekner-Ohoe verantwortete, suchte Akademieleiter Hans-Christoph Rademann Samara Gama und Theresa Miles aus. „Wir freuen uns“, sagt Förderkreis-Lenker Fabian, „mit unseren zu diesem Bachfest erstmalig ausgeschriebenen Stipendien vier so hervorragende Nachwuchskünstler zu fördern“. Das Engagement setzt auf die Zukunft: „Wir hoffen, dass die Geförderten die Musik Bachs und die über die Bachakademie vermittelten Einblicke und Erfahrungen als ‚echte internationale Bachbotschafter‘ in die Welt tragen werden.“
Vier Talente mit großem Engagment
Auch Akademieleiter Hans-Christoph Rademann betont die Investition in die Zukunft: „Mit der Mitwirkung beim Bachfest“, sagt Rademann, „bieten wir die Möglichkeit, das künstlerische Profil weiter zu schärfen und wertvolle internationale Bühnenerfahrung zu sammeln“, sagt Rademann. Die Hoffnungen in Samara Gama, Theresa Miles, Lea Völzer und Pedro Globekner-Ohoe sind für Rademann unbedingt berechtigt, haben doch „alle vier Talente bereits mindestens ein Jahr im JSB-Ensemble mitgewirkt“. Neben der künstlerischen Qualität überzeugten die Vier in dieser Zeit die Verantwortlichen der Internationalen Bachakademie Stuttgart und des Förderkreises der Internationalen Bachakademie durch ihr Engagement für Bachs Musik an sich und „für die gemeinsame Sache“.
Konzert am 15. März in Stuttgart
Wer heute schon die Klassikstars von morgen hören möchte: Samara Gama, Theresa Miles, Lea Völzer und Pedro Globekner-Ohoe sind während des Internationalen Bachfestes Stuttgart bei allen Konzerten des Jungen Bach Ensembles zu erleben. Erstmals an diesem Sonntag, 15. März, im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart (Eingang über Urbanstraße 25). Zu hören sind – unter Leitung von Kathy Saltzmann Romey – die Kantate „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ und die Messe G-Dur BWV 236. Beginn ist um 19 Uhr, Tickets gibt es für 20 Euro.