Ob Corona-Quarantäne oder leichte Erkältung: Wir haben Tipps, wie ihr euch zuhause beschäftigen könnt, wenn ihr die Wohnung nicht verlassen dürft.

Stuttgart – Ein positiver PCR-Test oder eine hartnäckige Erkältung (ja, die gibt es noch) - wer zu mehreren Tagen Hausarrest verdonnert ist, langweilt sich schnell. Wir wissen, was du tun kannst, wenn du auf Netflix alle Serien angeschaut, die Bücher im Regal nach Farben sortiert und alle deine Freund:innen angerufen hast.

Latte-Art und 5-Minuten Hafermilch

Du vermisst den leckeren Kaffee in deinem Lieblings-Café? Warum sich nicht mal an Latte-Art versuchen? Oder gar die Hafermilch selbst zubereiten?

Zutaten für ca. 0,9 Liter Hafermilch

90 g Haferflocken, ca. 950 ml Wasser und eine Prise Salz
Zum Süßen könnt ihr Datteln, Zucker oder Agavendicksaft verwenden

Zubereitung

1. Alle Zutaten in den Mixer geben und 30 Sekunden bis eine Minute mixen, bis alles gut vermischt ist
(die Haferflocken sollten nicht zu pulverisiert sein, sonst wird die Milch schleimig).
2. Danach die Mischung durch ein sauberes Küchentuch oder eine Stoffwindel in eine Schüssel geben.
3. Die fertige Hafermilch nun in ein verschließbares Gefäß füllen und in den Kühlschrank stellen.

Tipp: Wenn ihr die Hafermilch etwas cremiger haben wollt, einfach weniger Wasser verwenden.

Knoten, Knoten, Knoten

Wie wäre es mit einem neuen Hingucker für die Wohnung? Zum Beispiel ein Makramee-Ornament - das ist total im Trend. Die Knüpftechnik stammt aus dem arabischen Raum und mit ihr lassen sich unter anderem Traumfänger, Decken oder Schmuck knoten. Wie das genau geht, könnt ihr in unzähligen Tutorials auf Youtube oder Instagram lernen. Zum Beispiel bei @yeah_handmade oder @wiebkeliebt.

Selfmade Ginger-Beer

Das scharf-süße Getränk stammt aus England und ist entgegen dem Namen eher eine Limonade und daher meist alkoholfrei. Eine großartige Abwechslung zum täglichen Schorlieren und durch den Ingwer auch gut für die Abwehrkräfte. Ginger-Beer geht ganz einfach.

Zutaten für circa 2 Liter Ginger-Beer:
Sirup:
2 EL frisch geriebenen Ingwer (ca. 30 g)
200 g Zucker
120 ml Wasser
leere 2-Liter-Plastikflasche
1 TL Trockenhefe
3 EL Zitronensaft
stilles Wasser (ca. 1,6 l)

Zubereitung:
1. Der Sirup: Ingwer, Zucker und Wasser in einen Topf und bei mittlerer Hitze rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Sirup anschließend vom Herd nehmen und circa eine Stunde ziehen lassen. Danach die Ingwerstückchen mit einem Sieb herausfiltern und abkühlen lassen.
2. Die Trockenhefe in die Plastikflasche geben. Danach kommt das Sirup und der Zitronensaft dazu. Den Rest mit Wasser auffüllen.
3. Deckel darauf und Schütteln bis die Hefe sich aufgelöst hat.
4. Das Ginger-Beer sollte jetzt für 2-3 Tage an einem lichtgeschützten Ort „fermentieren“ (es fängt an Bläschen zu bilden und der bekannte „Fizz“ entsteht). Dann ist das Ginger-Beer fertig!

Danach sollte das Getränk im Kühlschrank aufbewahrt werden, das verlangsamt die Hefe. Das Ginger-Beer am besten innerhalb von 1-2 Wochen trinken.

Achtung: Es ist wichtig, dass ihr für den Fermentierungsprozess keine Glasflasche nehmt, die würde euch explodieren. Am besten eine weiche Plastikflasche nehmen, die kann sich etwas dehnen. Wem das dennoch zu unsicher ist, der kann einen Ballon statt Deckel über die Flasche stülpen.

Tipp: Den abgesiebten Ingwer kann man übrigens wunderbar ins Müsli rühren oder auch in Carotte Cake oder Bananenbrot verbacken.

Urban Gardening 

Pflanzen verschönern nicht nur unser Zuhause, sondern sind auch gut fürs Gemüt. Ob drinnen oder draußen, es wird Zeit den grünen Daumen unter Beweis zu stellen. Also: Pflanzt Kräuter, Obst und Gemüse doch einfach mal selbst an.

Wer keinen Garten hat, kann sich ganz einfach seinen eigenen kleinen Kräuter- und Gemüsegarten auf dem Balkon oder Fensterbrett anlegen. Kräuterregal aus alten Paletten, Hochbeet oder selber gezimmerte Konstruktionen – all den handwerklich Begabten unter uns sind keine Grenzen gesetzt.

Für die, die weniger Aufwand bevorzugen: Wie wäre es mit hängenden Töpfen an Haken und der Vorhangstange? Keine Töpfe zu Hause? Dann pflanzt die Tomaten doch zum Beispiel in eine leere Konservendose. Einfach Setzlinge oder Saatgut beim lokalen Bauer oder einer Gärtnerei holen und los geht’s!

Gegen Fernweh: Scrapbooking & Travel Journals

Scraps, das sind Reste oder Fetzen und wir alle haben wahrscheinlich diesen einen Stapel entwickelte Fotos, der noch im Umschlag irgendwo in einer Schublade versauert. Oder diese eine Kiste gefüllt mit Andenken an den letzten Urlaub, von denen wir uns aus unerfindlichen Gründen nicht trennen konnten.

Jetzt können wir endlich mal Ordnung in unsere Bildersammlung bringen und sie mit unseren liebsten Erinnerungen in ein Album kleben. Denn mehr braucht man für Scrapbooking oder ein Travel Journal auch nicht. Einfach die Fotos und Erinnerungen mit Stickern, Washi-Tape oder Tickets einkleben. Auf den Kleber, fertig, los!

Backe, backe Kuchen - oder Brot

Selbst gebackene Kuchen oder Brot werden in der Coronapandemie gehyped, wie noch nie zuvor. Kein Wunder, Selbstgebackenes schmeckt ja auch besonders lecker. Und jetzt hast du die Zeit, um dich in die Küche zu stellen. Wir haben für dich ein Rezept für ein Bananenbrot oder Dinkelseelen aufgeschrieben.

Organisationsprofi werden

Mit der Bullet Journal Methode wird garantiert jeder zum Organisationsprofi. Und dazu braucht ihr nicht mehr als ein Notizbuch und einen Stift. Für den ein oder anderen gibt es jetzt noch mehr zu organisieren, es ist nicht mehr nur Aufstehen, Arbeiten, nach Hause gehen. Der Einkauf für Oma muss vielleicht mit organisiert werden, die unzähligen Termine für Videokonferenzen geordnet oder auch einfach nur die Erinnerung auch im Homeoffice eine Pause zu machen. Mit einem Bullet Journal bringt ihr Struktur ins Gedankenchaos.

Mehr als nur Papieflieger

Ihr habt einen Stapel alter Zeitschriften herum liegen oder euer Altpapier türmt sich auf? Dann probiert doch mal Origami. Die meisten verbinden die Faltkunst eher mit „mega kompliziertes Gefitzel“ als mit Entspannung, doch wenn man den Dreh raus hat, ist Origami super easy. Die wohl einfachste Figur ist das Boot und wer die drauf hat, bekommt auch den Kranich locker hin. Wenn ihr dann eine ganze Flotte Boote oder einen Schwarm Vögel gefaltet habt, könnt ihr die beispielsweise an einem Ast oder zu einer Art Mobile aufhängen.

Für die kleine Freude

Vielleicht wollt ihr euren Freunden oder Nachbarn ein Bananenbrot, etwas zum Lesen oder eine Flasche Ginger-Beer vor die Tür stellen, um ihnen eine kleine Freude zu machen. Wie wäre es dann mit selbst bemalten Geschenkanhängern dazu? Ran an den alten Wasserfarbkasten oder die Stifte und auf festerem Papier loslegen. Danach könnt ihr die Etiketten noch in die gewünschte Form schneiden, Faden durch und fertig. Macht bestimmt umso mehr Freude.

Lesen und Podcasts hören

Bei Langeweile muss nicht immer der Fernseher laufen. Wir haben für euch Buchtipps zusammengestellt >>> und verschiedene Podcasts aus dem Kessel gesammelt >>> Denn auch in Stuttgart gibt es viele Podcast-Formate, die ihr hören solltet: Von Wissenschaft über Ratschläge von Oma bis zu Yoga und Stadtgeschichte.

Ihr sucht nach Food-Inspiration gegen den Winterblues im Februar? Egal ob Dinkelseelen oder Schwäbische Shakshuka mit Maultaschen. Wir haben einige Rezeptideen für euch zusammengefasst >>>