Backnang/Oppenweiler Laichplätze für Pionieramphibien sind rar

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Vorkommen
Von den 20 verschiedenen Amphibienarten in Deutschland leben allein 19 in Baden-Württemberg. Allerdings sind laut dem jüngsten Naturschutzbericht 60 Prozent davon gefährdet, einige stark, darunter die Gelbbauch- und die Rotbauchunke.

Strategie
Die Fortpflanzungsperiode der Gelbbauchunke erstreckt sich über das ganze Frühjahr und den Sommer von April bis August. Dabei wandern die Unken zu unterschiedlichen Laichplätzen, um das Risiko für ihren Nachwuchs zu streuen.

Lebensräume
Sogenannte Pionierarten wie die Gelbbauchunke, die Kreuz- oder Wechselkröte, laichen bevorzugt in vegetationsfreien Flächen mit Flachwassertümpeln, die in Flussauen nach Hochwassern entstehen. Durch den Ausbau der Flüsse sind diese Habitate fast vollständig verloren gegangen.

Alternativen
Als Ersatzlebensräume dienen vielfach Kies- und Tongruben. Doch auch diese „Rohbodengewässer“ verschwinden, wenn der Abbau beendet ist. Deshalb sind flache Pfützen im Wald, die durch Fahrspuren entstehen, für viele der Tiere eine willkommene Alternative.




Unsere Empfehlung für Sie