Baden-Württemberg Ministerium: Hohes Risiko für Vogelgrippe im Südwesten

Von red/dpa/lsw 

Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium schätzt das Risiko von Vogelgrippe-Fällen im Südwesten als hoch ein. Minister Peter Hauk (CDU) gibt Anweisungen, wie sich Geflügelhalter jetzt verhalten sollen.

In Mecklenburg-Vorpommern mussten nach einem Vogelgrippe-Ausbruch Zehntausende Legehennen getötet werden (Symbolbild). Foto: dpa/Julian Stratenschulte
In Mecklenburg-Vorpommern mussten nach einem Vogelgrippe-Ausbruch Zehntausende Legehennen getötet werden (Symbolbild). Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Stuttgart - Nach ersten Fällen in Norddeutschland schätzt das Landwirtschaftsministerium das Risiko von Vogelgrippe-Fällen im Südwesten als hoch ein. Es besteht die Gefahr, dass Wildvögel die Seuche etwa in Geflügelhaltungen und Zoos einschleppen, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Der Kontakt von Vögeln mit ihren wilden Artgenossen müsse in jedem Fall verhindert werden.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) ruft die Geflügelhalter in Baden-Württemberg daher auf, die Maßnahmen zur Biosicherheit zu überprüfen und falls erforderlich anzupassen. Dies gelte auch für Menschen, die die Tiere nur als Hobby halten. Der Erreger könne unter anderem über Einstreu, Futter und Trinkwasser, aber auch Kleidung und Schuhe in einen Stall eingeschleppt werden. Daher sei auch wichtig, gute Hygienebedingungen zu schaffen. 

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Die Vogelgrippe ist eine Infektionskrankheit, die von Zugvögel oft über weite Strecken verbreitet wird. Zuletzt war die Seuche immer wieder an der deutschen Nord- und Ostseeküste nachgewiesen worden, etwa bei Wildgänsen oder Möwen. Es gab aber auch bereits Fälle in Ställen. In Mecklenburg-Vorpommern mussten nach einem Vogelgrippe-Ausbruch Zehntausende Legehennen getötet werden.

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