Baden-Württemberg Weniger jugendliche Komasäufer

Jugendliche, die sich in die Klinik trinken - glücklicherweise kommt das immer seltener vor. Foto: dpa
Jugendliche, die sich in die Klinik trinken - glücklicherweise kommt das immer seltener vor. Foto: dpa

Auch in Baden-Württemberg folgt die Entwicklung dem bundesweiten Trend: Immer seltener trinken sich Jugendliche ins Krankenhaus. 2013 waren es rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

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Stuttgart - Die Zahl der jugendlichen Komatrinker in Baden-Württemberg ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. 3196 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 seien wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt worden, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das seien 10,2 Prozent weniger als 2012. Seit 2009 sei die Zahl der 10- bis 19-Jährigen, die wegen eines Rausches im Krankenhaus stationär behandelt wurden, stetig gefallen.

Auch bundesweit sank die Zahl der jugendlichen Komatrinker. Fast 23.300 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren seien wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt worden, das sind 12,8 Prozent weniger als 2012. Nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betrinkt sich fast jeder fünfte Jugendliche in Deutschland mindestens einmal im Monat.

Überproportional häufig greifen dabei junge Männer regelmäßig zu Bier, Schnaps oder Wein. Zwar sank ihr Wert nach Destatis-Berechnungen um 15,6 Prozent. Mit 336 Fällen je 100.000 Einwohnern sind von übermäßigem Alkoholkonsum aber weiter vor allem junge Männer betroffen. Bei Mädchen und jungen Frauen verzeichneten die Statistiker ein Minus von 6,7 Prozent auf 253 Fälle je 100.000 Einwohner.

Die Daten stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik 2013. Insgesamt wurde 2013 fast jeder vierte Bewohner in Deutschland vollstationär in einem Krankenhaus behandelt - insgesamt rund 19,2 Millionen Patienten. Die Zahl der Behandlungsfälle stieg leicht um 0,6 Prozent auf rund 24.000 je 100.000 Einwohner. Häufigster Grund war die Herzinsuffizienz mit knapp 400 000 Fällen. An zweiter Stelle lagen psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (338.000 Fälle), dazu zählt auch der akute Alkoholmissbrauch. Das Durchschnittsalter der Behandelten lag bei 55 Jahren.

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