Baden-Württembergs Expo-Pavillon Wird das Projekt in Dubai noch teurer?

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, spricht vor dem Untersuchungsausschuss über die Kosten des Expo-Pavillons. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, spricht vor dem Untersuchungsausschuss über die Kosten des Expo-Pavillons. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt

Die Eröffnung des Expo-Pavillons in Dubai rückt näher, doch die Debatte um das Projekt ist weiter angeregt. Das Projekt könnte in Summe mehr als 17 Millionen Euro kosten.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Wenige Wochen vor Eröffnung der Weltausstellung steht der umstrittene baden-württembergische Expo-Pavillon in Dubai erneut in der Kritik. Für den Bau drohen weitere Kosten, wie aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine SPD-Anfrage hervorgeht. Demnach liege die Summe derzeit bereits bei 17,74 Millionen Euro, von denen das Land maximal 15,075 Millionen Euro trage.

Allerdings habe die Projektgesellschaft bereits darauf hingewiesen, „dass gegebenenfalls weitere zusätzliche Kosten für den möglichen Rücktransport von Teilen der Landesausstellung entstehen können, sofern ein solcher erfolgen soll“, heißt es weiter. Auch Hygienemaßnahmen könnten ebenso Geld kosten wie der Kauf weiterer Expo-Eintrittskarten für Sponsoren. Diese halten sich aber weiterhin mit Finanzierungszusagen zurück, wie Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) einräumt. Mehrere Medien hatten zuerst von dem Kostenanstieg berichtet.

Eröffnung ist am 3. Oktober

Der Pavillon soll am 3. Oktober eröffnet werden. Er hatte unter anderem einen Landtags-Untersuchungsausschuss beschäftigt, da die Kosten des Projekts deutlich in die Höhe geschnellt waren. Eigentlich sollte eine Projektgesellschaft den Pavillon komplett mit Hilfe von Firmen finanzieren. Weil aber Sponsoren ihre Zusagen zurückzogen, sprang das Land ein.

Die CDU-Politikerin sei nicht in der Lage, den finanziellen Schaden für das Land zu minimieren, kritisierte der SPD-Landtagsabgeordnete Florian Wahl. „Und während Baden-Württemberg hier mehrere Millionen Euro in den Sand setzt, stehen alle Vorhaben und Pläne der Landesregierung in wichtigen Bereichen unter Finanzierungsvorbehalt.“

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland mit einem eigenen Pavillon in Dubai. Die Weltausstellung soll vom 1. Oktober 2021 bis Ende März 2022 stattfinden. Sie sollte eigentlich schon 2020 über die Bühne gehen. Wegen der Corona-Krise wurde sie verschoben.

Unsere Empfehlung für Sie