Badezentrum in Filderstadt Konkurrenz macht dem Fildorado zu schaffen

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Im Filderstädter Badezentrum Fildorado sinkt 2014 die Zahl der Besucher. Die Hoffnung auf eine Trendwende liegt nun auf dem neuen, erweiterten Saunabereich.

Mit Aktionen wie der „Saturday Night Sauna“ will das Fildorado auch im Jahr 2016 die Besucher anlocken. Foto: Archiv
Mit Aktionen wie der „Saturday Night Sauna“ will das Fildorado auch im Jahr 2016 die Besucher anlocken. Foto: Archiv

Filderstadt - Das Betriebsergebnis lässt zu wünschen übrig. Das Fildorado kann für das Jahr 2014 keinen Überschuss an die Stadtwerke als Verwalterin des städtischen Badezentrums überweisen. Letztere hatten 2013 noch 37 000 Euro eingenommen, nun müssen die Stadtwerke circa 331 000 Euro zuschießen, damit die Bilanz des Fildorados wieder ausgeglichen ist.

Ausschlaggebend für den schlechten Jahresabschluss ist vor allem der Rückgang der Besucherzahl. Sie sank um 38 700 auf etwa 580 800 Gäste. Hauptgrund des Schwundes ist zwar der schlechte Sommer 2014 – das Freibad verzeichnete gegenüber dem Vorjahr 28 000 Gäste weniger – Fildorado-Geschäftsführer Felix Schneider sieht jedoch auch einen großen Druck durch die Konkurrenz in der Region. „Das macht sich schon bemerkbar“, sagt er und nennt das Leuze in Stuttgart, das F 3 in Fellbach und das Wonnemar in Backnang.

Geschäftsführer: Spitzenwerte unerreichbar

Der Geschäftsführer geht davon aus, dass die gute Besucherzahl von 2013 (619 500 Gäste) selbst nach weiteren Investitionen nicht mehr erreicht wird. Er glaubt auch nicht, dass der Gemeinderat erneut in eine Investitionslaune verfällt, nachdem die Stadt erst jüngst circa 4,5 Millionen Euro in den neu eröffneten Saunabereich gebuttert hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Sanierungen, die nun im Erlebnisbereich anfallen, von der Stadt allein getragen werden müssen, da die Gewährleistungsfrist abgelaufen ist. Als Vorteil gegenüber den anderen Bädern in der Region wertet Schneider die Angebotsvielfalt seines Betriebs. Als die wesentlichen Säulen des Filderstädter Badezentrums nennt er neben dem Erlebnisbereich das Freibad, den Fitnessbereich und natürlich die neue Saunalandschaft. Letztere werde auch dazu beitragen, dass sich die Besucherzahlen wieder gegenüber 2014 erhöhen wird. „Das merkt man schon jetzt, obwohl die neue Sauna erst vor Kurzem eröffnet wurde“, sagt er.

Es sei jetzt schon klar, dass 2015 ein besseres Jahr werde als das Vorjahr. Anfang Dezember habe man die Besucherzahl von 2014 bereits um zwei Prozent übertroffen gehabt. Das Freibad verzeichnete angesichts des schönen Sommers 2015 mit 85 000 Gästen ein Topergebnis.

Positive Einzelaspekte

Trotz des Rückgangs der Besucherzahl im Jahr 2014 um 38 700 kann der Geschäftsführer Schneider auch von positiven Einzelaspekten im Vorjahr berichten. So hat sich beispielsweise die Zahl der Gäste unter vier Jahren um 7,5 Prozent gegenüber 2013 erhöht und das Schulschwimmen konnte im gleichen Zeitraum sogar um 18,2 Prozent gesteigert werden.

Angesichts der Baumaßnahmen im Saunabereich ist Schneider außerdem froh, dass dort der Besucherrückgang im Vergleich zur Abnahme im gesamten Badezentrum ( 6,3 Prozent) mit 1,8 Prozent relativ mild ausgefallen ist. Im Fitnessbereich sank die Zahl der Besucher sogar nur um 0,3 Prozent.