Badminton: SV Fellbach Ungewisse Zukunft

Können die Fellbacher Badminton-Spieler auch in der kommenden Saison wieder drei Teams für den Ligabetrieb stellen? Eine von vielen offenen Fragen. Foto: Archiv

Die Badminton-Cracks des SV Fellbach beenden die Saison in der Württemberg-Liga auf dem dritten Platz.

Die Badminton-Cracks des SV Fellbach haben die Saison in der Württemberg-Liga am vergangenen Wochenende – kampflos – auf dem dritten Platz hinter dem Meister KSG Gerlingen und dem zweitplatzierten VfL Herrenberg beendet. „Wir sind ganz zufrieden“, sagt der Mannschaftsführer Robin Kappler, der ursprünglich mit seinen Mitstreitern den zweiten Platz angepeilt hatte. Der wäre durchaus möglich gewesen, wenn die Fellbacher die beiden Spiele am Samstag beim Meister und der Spvgg Mössingen II nicht wegen Personalmangels hätten absagen müssen.

 

Spieler haben inzwischen auch andere Prioritäten

Womit das größte Dilemma in der Saison bereits benannt ist. „Ich glaube, wir sind kein einziges Mal in Bestbesetzung angetreten, mussten immer wieder auf Aushilfen aus den anderen Mannschaft zurückgreifen“, sagt Kappler. So gesehen sei der dritte Platz durchaus als Erfolg zu werten. Die Spielerinnen Ruyue Chang und Julia Wangler sowie die Spieler Robin Kappler, Sebastian Plebst, Frederic Schuh, Marco Morschöck und Philipp Wucherpfennig wollten in der nun abgelaufenen Runde vor allem Spaß haben – und unter gar keinen Umständen in die Baden-Württemberg-Liga aufsteigen, in der sie letztmalig in der Saison 2021/2022 vertreten waren. Der Grund: „Wir sind alle über 30, einige haben Kinder und deshalb mittlerweile auch andere Prioritäten“, sagt Kappler, selbst 35 Jahre alt. Trainiert wird schon jetzt nur noch einmal in der Woche. „Aus der Baden-Württemberg-Liga würden wir vermutlich gleich wieder absteigen, wenn wir uns nicht krass verstärken würden“, sagt er. Überdies sei noch nicht einmal sicher, wer vom aktuellen Stammpersonal in der neuen Runde überhaupt noch den Schläger beim SVF schwingt. Frederic Schuh definitiv nicht, ihn zieht es zurück in seine Heimat Göttingen. Und Kappler sowie Wucherpfennig haben aktuell ein paar körperliche Beschwerden zu viel. Aus dem nicht gerade üppig bestückten eigenen Nachwuchsbereich ist auf Sicht auch nicht mit Spielern zu rechnen, die das Niveau für die erste Mannschaft haben.

Im April setzten sich alle Akteure zusammen

Ob der SVF in der kommenden Saison überhaupt wieder drei Teams ins Rennen schickt – vor Corona waren es schon mal sechs – entscheidet sich im April. Da treffen sich die Spielerinnen und Spieler aller drei Mannschaften, um über die kommende Saison zu sprechen. „Ich denke, dass es auf jeden Fall einen Umbruch geben wird“, sagt Kappler. „Ich hoffe, dass wir kein Team abmelden müssen.“

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