Bäderentscheidung in Weinstadt Die Vorteile einer Bäder-Schließung und eines Neubaus überwiegen

, aktualisiert am 20.06.2025 - 11:37 Uhr
Auch das Freibad in Weinstadt-Beutelsbach verursacht hohe Defizite. Foto: Stadt Weinstadt/Claudia Leihenseder

Die Schließung der beiden Freibäder wühlt sicher viele Weinstädter auf. Doch es überwiegen die Vorteile, dafür ein neues Freibad zu bauen, meint unsere Autorin Luitgard Schaber.

Die Vorteile überwiegen – rational betrachtet. Emotional indes wühlt die Schließung der Freibäder in den Weinstäder Ortschaften Beutelsbach und Strümpfelbach sicherlich viele auf, insbesondere in den betroffenen Teilorten. Daran ändert auch der Stufenplan nichts und wahrscheinlich ebenso wenig die Aussicht auf ein neues Freibad am Stadion in Endersbach – selbst, wenn es nach 50 Jahren Gemeindefusion an der Zeit ist, das Konkurrenzdenken zwischen den Stadtteilen beiseite zu lassen. Denn ein Freibad ist mehr als eine Einrichtung zum Schwimmen. Es ist ein sozialer Treffpunkt im Sommer, der eine Auszeit vom Alltag ermöglicht und ein wenig Urlaubsgefühl für ein paar Stunden vermittelt. Hinzu kommen schöne Erinnerungen, die es einem ans Herz wachsen lassen.

 

Der Weinstädter Oberbürgermeister Michael Scharmann, selbst in Weinstadt aufgewachsen und nach wie vor wohnhaft, weiß um die Bedeutung der beiden Freibäder. Trotzdem oder gerade deswegen zeigt er mit dem Kurs, den er nun einschlägt – unterstützt von den Fraktionsspitzen des Gemeinderats und den örtlichen Stadtwerken – dass ihm die Freibadkultur in Weinstadt am Herzen liegt, ihm das Wohlergehen seiner Heimatkommune finanziell, aber auch menschlich wichtig ist. Damit beweist er Mut. Bleibt zu wünschen, dass die Stadträte ebenso mutig entscheiden.

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