Die Finanzaufsicht wirft der Landesbank vor, Informationen über eine verdächtige Kunden-Transaktion zu spät weitergegeben zu haben.

Die Finanzaufsicht Bafin hat eine Geldbuße in Höhe von 498 000 Euro gegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verhängt. Die LBBW habe die Aufsicht zu spät über einen Auftrag informiert, bei dem Verdacht auf Insiderhandel bestand, teilte die Bafin am Mittwoch mit.

Die LBBW erklärte: „Der Vorwurf des Insiderhandels richtete sich nicht gegen einen Mitarbeitenden der Bank, sondern gegen einen Kunden. Weitere Details dazu können wir aufgrund des Bankgeheimnisses nicht nennen.“ Auf einen Einspruch gegen das Bußgeld werde verzichtet.

Vorsteuergewinn von über 1 Milliarde Euro erwartet

Die Landesbank erwirtschaftete im ersten Halbjahr vor Steuern 476 Millionen Euro, unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 315 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr stellte Bankchef Rainer Neske damals einen Vorsteuergewinn von mehr als einer Milliarde Euro in Aussicht, nach 817 Millionen Euro im Jahr 2021. Zu dem erwarteten Anstieg trägt auch die Übernahme des Immobilienfinanzierers Berlin Hyp im Januar bei.