Bahnarbeiten zwischen Kirchheim und Oberlenningen Teckbahn wird 2021 für den Ausbau gesperrt

Von dud/jüv 

Die Deutsche Bahn will die Teckbahn ins Lenninger Tal ertüchtigen. Unter anderem sollen alle Bahnsteige barrierefrei umgebaut und die Bahn um drei Minuten schneller werden. Dafür muss die Strecke aber im zweiten Halbjahr 2021 eine zeitlang gesperrt werden.

Die Teckbahn soll in der Zukunft nicht nur idyllisch, sondern auch barierefrei unterwegs sein. Foto: Ines Rudel/Archiv
Die Teckbahn soll in der Zukunft nicht nur idyllisch, sondern auch barierefrei unterwegs sein. Foto: Ines Rudel/Archiv

Kirchheim - Die Fahrgäste der Teckbahn zwischen Kirchheim und Oberlenningen müssen sich auf eine Vollsperrung im zweiten Halbjahr 2021 gefasst machen. Wie nun im regionalen Verkehrsausschuss mitgeteilt wurde, plant die Bahn, die Bahnsteige an den Haltestellen Kirchheim-Süd, Dettingen, Owen, Brucken, Unterlenningen und Oberlenningen zu erneuern. Sollte das Projekt genehmigt und finanziert werden, soll die Teckbahn während der Bauarbeiten im zweiten Halbjahr 2021 vollständig gesperrt werden – für wie lange, ist noch nicht geklärt. Als Ersatz ist ein Busverkehr im Gespräch. Im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart wurde das Vorhaben, das die Bahn allein aus Bundesmitteln finanzieren will, zwar begrüßt, die Vollsperrung aber kritisiert. Die Bahn wurde von mehreren Regionalräten aufgefordert, dies nochmals zu prüfen, weil damit große Einschränkungen für die Fahrgäste verbunden seien.

Die Teckbahn wird modernisiert

Die Teckbahn fährt zwischen 5.17 und 20.17 Uhr im Stundentakt von Kirchheim nach Oberlenningen und zurück. Gefahren wird die eingleisige Teckbahn von der Bahntochter S-Bahn Stuttgart mit Dieseltriebwagen der Baureihe 650. Zu Beginn des neuen Jahres sollen drei, später vier modernisierte Regio-Shuttle der Reihe VT 650 mit WLAN, Videoüberwachung und zwölf statt drei Fahrradabstellplätzen eingesetzt werden. Weitere Verbesserungen verspricht sich die Bahn von der Ertüchtigung der Strecke und der Bahnübergänge, die bis 2022 schrittweise abgeschlossen werden und einen Fahrzeitgewinn von drei Minuten bringen soll. Dazu ist nun der barrierefreie Ausbau der Stationen geplant.

Die Bahn AG hat den Bürgermeistern die Planungen bereits vorgestellt. Sie sind dort auf positive Reaktionen gestoßen. Verena Grötzinger etwa, die Bürgermeisterin der Gemeinde Owen, begrüßt die Pläne der Bahn. Sie hoffe, dass diese die Maßnahmen so organisiere, „dass die Einschränkungen so gering wie möglich gehalten werden“. Der Dettinger Bürgermeister Rainer Haußmann sieht der Vollsperrung gelassen entgegen. Solche Einschränkungen müsse man für eine bestimmte Zeit ertragen, wenn man dafür „topneue Bahnsteige“ erhalte, erklärte er. Letztlich sei es eine „gute Botschaft“, dass diese barrierefrei ausgebaut würden und die Teckbahn schneller unterwegs sei. Für ihn sei das ein deutliches Signal dafür, dass man „diese Bahn in die Zukunft führen will“.

Noch keine Kostenzusage

Auch der Verband Region Stuttgart sieht darin „ein positives Zeichen für das Engagement der Bahn, die sich mit eigenen Mitteln an den Planungen beteiligt“. Die Pläne für den Ausbau sollen im Dezember beim Eisenbahnbundesamt eingereicht werden. Die Finanzierung soll über das Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes für Verkehrsstationen im ländlichen Raum erfolgen. Es werde keine Kostenbeteiligung der Region oder der Kommunen erwartet, heißt es beim Regionalverband. Allerdings gebe es noch keine Kostenzusage des Bundes. Auch die Höhe sei noch offen.