Im Podcast „Schlag und fertig“ sprechen Ex-Fußballer Jonas Hector und Comedian Fabian Köster über den Wal Timmy, dabei können sie sich Seitenhiebe auf das Bahnprojekt nicht verkneifen.
Der Grimme-Preis-Gewinner Fabian Köster hat es schon wieder getan: In der aktuellen Folge des Podcasts „Schlag und fertig“, die den Namen „Timmy ohne Navi“ trägt, macht er sich einmal mehr über Stuttgart 21 lustig; bereits nach wenigen Minuten kritisiert er den Baufortschritt des Milliardenprojekts.
Der Comedian spricht zunächst mit Ex-Profifußballer Jonas Hector über den gestrandeten Wal Timmy. „Ich glaube, das ist eine Art Realitätsflucht“, sagte er in dem Podcast. „Die Nachrichten sind derzeit so schlimm, da will man lieber mit dem Wal mitfiebern“, sagt der 30-Jährige. Das sei eigentlich ein irrationales Verhalten. „Es juckt uns doch überhaupt nicht, wenn ein Wildschwein stirbt.“ Das Thema Massentierhaltung wolle er gar nicht erst aufmachen. „Nur weil es jetzt ein majestätisches Tier wie der Buckelwal ist, schlägt unser Herz höher. Ich kann mich da aber auch nicht von frei machen.“
Große Hilfsbereitschaft ein schönes Zeichen
Beeindruckt habe ihn, dass an dem Ostseestrand direkt drei Baufahrzeuge im Einsatz waren, um Timmy zu helfen. „Dass so unbürokratisch und schnell Bagger rollen können, ist doch ein schönes Zeichen.“ Der Ex-Bundesligaprofi Hector fügt hinzu, dass man vielleicht auch mal in irgendwelche Baustellen demnächst einen Wal legen sollte. Sein Einwurf ist nicht ernst gemeint, die Vorlage verwandelt der Podcast-Partner aber sicher: „Wenn der Wal in Stuttgart 21 gestrandet wäre, wäre uns vieles erspart geblieben“, sagt Köster. Und spielt den Ball zurück zum ehemaligen deutschen Nationalspieler: „Dann wäre alles schon fertig gebaut und weniger Geld aufgewendet“, merkt Hector an.
Das Bahnprojekt, dessen Fertigstellung immer wieder verschoben und aktuell nur vage terminiert ist, ist nicht zum ersten Mal Thema im Podcast „Schlag und fertig“. In Folge 127, die Mitte Februar veröffentlicht wurde, zeigen sich beide beeindruckt, wie schnell in der Halbzeitpause des Super Bowls 2026 die riesige Kulisse auf dem Spielfeld auf- und abgebaut wird. „Wenn wir die Leute, die da im Einsatz waren, für ein halbes Jahr nach Stuttgart schicken, an den Bahnhof. Dann ist der zack fertig“, so Köster. „Wir brauchen da einfach mal die Leute mit der richtigen Mentalität.“
Zuvor hatte schon der Comedian Fabian Rommel bei seinem Auftritt in der Liederhalle das Bahnprojekt auf die Schippe genommen, insbesondere die Umwege zu den Bahnsteigen, die es unter dem Namen „Fernwanderweg Stuttgarter Hbf“ in die Freizeit-App „Komoot“ geschafft haben. Sie dient eigentlich zur Planung von Outdoor-Aktivitäten. Rommel betonte auf der Bühne, dass die Deutsche Bahn Stuttgart 21 damit bewerbe, dass man nach Ulm künftig 13 Minuten sparen würde. „Das lese ich, während ich 15 Minuten durch diese Tunnel laufe. 13 Minuten! Das reicht nicht.“ Zwei Jahre habe er dort schon verloren. Ob er dabei auf die Komoot-App gehört hat, ließ er offen. Dort werden neben guter Laune Wanderschuhe und Verpflegung für den 3,2 Kilometer langen Rundkurs empfohlen.