Das deutsche Team um Franziska Brauße erreichte den zweiten Platz. Foto: Imago/Sirotti
Franziska Brauße vom RSV Öschelbronn landet bei der WM in Chile mit dem deutschen Bahnrad-Vierer auf Rang zwei. Mit ihrem Platz in der Einerverfolgung ist sie weniger zufrieden.
Medaillengewinn in Südamerika: Franziska Brauße vom RSV Öschelbronn hat bei der Weltmeisterschaft in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile mit dem deutschen Bahnrad-Vierer Platz zwei belegt. Im Finale der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung hatte die 26-Jährige gemeinsam mit Lisa Klein, Messane Bräutigam und Laura Süßemilch nach 4:09,951 Minuten lediglich 0,382 Sekunden Rückstand auf Italien. „An sich können wir schon sehr zufrieden sein mit der Silbermedaille“, sagte Brauße – wohlwissend, wie wenig zu Gold gefehlt hat.
Zuvor hatte sich das deutsche Quartett in leicht anderer Besetzung in der Qualifikation durchgesetzt und dann das Halbfinale gegen das Team aus Großbritannien gewonnen. Eine gelungene Revanche, denn die Britinnen waren im WM-Finale des Vorjahres noch schneller gewesen als Brauße und Co.
Silber für Franziska Brauße (Zweite v. li.) und Co.: Deutschland startete mit der Sportlerin vom RSV Öschelbronn sowie Lisa Klein, Messane Bräutigam, Laura Süßemilch und Mieke Kröger bei der WM. Foto: Imago/Sirotti
Zwei Tage darauf trat Franziska Brauße in der Einerverfolgung an, erreichte dabei aber trotz eines neuen deutschen Rekords nicht den gewünschten Erfolg. „Da habe ich mir mehr erhofft als Platz sechs“, blickte die Sportlerin zurück, die in Eningen unter Achalm bei Reutlingen lebt. Sie fügte hinzu: „Der Vierer hatte schon einige Kräfte gekostet.“ Hinzu kommt seit diesem Jahr eine Umstellung: Die Strecke in der Einerverfolgung der Frauen beträgt nicht mehr drei, sondern wie bei den Männern vier Kilometer.
Nach der WM zeigte sich Brauße zunächst „froh, dass die Saison erstmal vorbei ist“. Diese läuft bereits seit Januar, sie habe also ein langes Jahr hinter sich. „Ich war sehr viel unterwegs und bin glücklich, dass ich jetzt ein bisschen zu Hause sein kann“, so die RSV-Athletin. Allerdings begibt sie sich bereits am Wochenende wieder auf Reisen. Denn da wartet auf die junge Frau, die zur Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört, die dreitägige Veranstaltung London-3-Day.