Wegen einer Streckensperrung wird der Sprinter ab Dienstag erneut durch den Kreis Ludwigsburg umgeleitet. Für Zugfans gibt es diesmal eine entscheidende Änderung.
Im vergangenen Dezember hat er unter Bahnfans für Furore gesorgt, jetzt gibt es schon das Comeback: Der ICE-Sprinter zwischen Stuttgart und Berlin fährt ab kommendem Dienstag wieder durch den Bahnhof Ludwigsburg und damit auch über das Neckarviadukt bei Marbach. Diesmal haben Trainspotter sogar einen Monat lang Zeit, den Zug zu beobachten.
Bis zum 25. März ist der Bahnverkehr zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt und Fellbach wegen Bauarbeiten am Bahn-Projekt „Digitaler Knoten Stuttgart“ gesperrt. In dieser Zeit kommt auch der Sprinter nicht durch, der die Strecke zwischen Stuttgart und Berlin in weniger als fünf Stunden schafft. Er fährt morgens planmäßig um 6.53 Uhr in Stuttgart ab, wird den Kreis Ludwigsburg also wenig später durchqueren. In der Gegenrichtung ist der Zug betroffen, der um 21.04 Uhr in Stuttgart ankommt.
Seit 2012 keine ICEs mehr
Laut Trainspottern, also Menschen, die hobbymäßig Züge beobachten und fotografieren, hatte es bis Dezember auf der Strecke seit 2012 keine ICEs mehr gegeben. Entsprechend groß war im vergangenen Winter die Freude, dort wieder einen Schnellzug beobachten zu können. Wolfram Stegmaier kaufte sich damals sogar extra ein Ticket, um einmal mit dem ICE durch seinen Heimatort Erdmannhausen fahren zu können. „Eine Mitfahrt war natürlich bei dieser absolut seltenen Gelegenheit Pflicht“, erzählte er damals.
Wahrscheinlich, sagt Stegmaier, wird er auch jetzt wieder mitfahren: „Diesmal sieht man ja sogar was von der Umgebung, im Dezember war es zu der Uhrzeit stockdunkel.“ Spielraum, sich den perfekten Tag auszusuchen, hat er genügend, der Zug fährt für einen Monat übers Neckarviadukt. Die Deutsche Bahn weist allerdings auf eine Ausnahme hin: Am Wochenende des 14. und 15. März gibt es zwischen Bamberg und Breitengüßbach Brückenbauarbeiten, in dieser Zeit fällt der Sprinter aus.