Bankfilialen im Rems-Murr-Kreis Fellbach bleibt Commerzbank-Standort

Die Commerzbank-Filiale in der Fellbacher Bahnhofstraße Foto: Dirk Herrmann
Die Commerzbank-Filiale in der Fellbacher Bahnhofstraße Foto: Dirk Herrmann

Ebenfalls wie in Fellbach mit Personal weiterbetrieben werden die Filialen in Stuttgart-Bad Cannstatt und Backnang. Waiblingen und Schorndorf sollen hingegen mittelfristig geschlossen werden.

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Fellbach/Waiblingen - Bundesweit sind es aktuell 790 Filialen, demnächst werden diese allerdings um 340 Standorte reduziert. Die positive Nachricht für Fellbach: Der Commerzbank-Standort in der Bahnhofstraße bleibt – womit Fellbach dann einer der 450 in ganz Deutschland übrig bleibenden Standorte ist und somit beispielsweise der Kreishauptstadt Waiblingen oder auch Schorndorf eine Erfolgsmeldung voraus hat. Denn die weiteren Filialen im Remstal „werden perspektivisch geschlossen“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Commerzbank.

„Die Filiale Fellbach ist ein wichtiger Standort für die Commerzbank. Daher bleiben wir auch weiterhin für unsere Kunden persönlich hier vor Ort, eine Schließung ist nicht geplant.“ Das betont Johannes Kube, Leiter der Niederlassung Heilbronn, zu der der Rems-Murr-Kreis gehört. Insgesamt wirkt sich die Neuausrichtung jedenfalls auch auf das Filialnetz der Niederlassung aus.

Einigung mit Arbeitnehmervertretern

Weiterhin persönlich vor Ort wird die Commerzbank in der näheren Umgebung neben Fellbach noch in Backnang, Bad Cannstatt, Ludwigsburg, Heilbronn, Schwäbisch Gmünd, Aalen und Nördlingen sein. Zumindest mittelfristig geschlossen werden hingegen, neben den Filialen in Waiblingen und Schorndorf, auch jene in Heidenheim, Schwäbisch Hall, Neckarsulm und Bietigheim-Bissingen. Eine „individuelle Kundenkommunikation“ – also die detaillierte Information der Commerzbank-Kunden an den jeweiligen Standorten – starte, „sobald der Zeitplan und die Details zur Schließung der einzelnen Filialen feststehen“.

Die republikweite Reduzierung der Standorte um 43 Prozent ist eine Folge davon, dass die Commerzbank „ihr künftiges Filialnetz mit den Arbeitnehmervertretern besprochen und eine Einigung über die Standortplanung erzielt“ habe, heißt es in dem Statement der Bank.

Künftig vor allem Beratung „remote“

Dass Standorte mit persönlicher Betreuung wegfallen, hält der Heilbronner Niederlassungsleiter Kube allerdings offenkundig für gar nicht so gravierend. „Wir haben während der Pandemie festgestellt, dass Beratung ,remote’ – also ohne Filiale – gut funktioniert und für den Kunden schnell, einfach und bequem ist.“

Immerhin, für Fellbach bleibt die Strategie bei „digital und persönlich, denn das persönliche Gespräch ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer Kundenbetreuung“, so Kube. Ansonsten werde die persönliche Beratung über Telefon, Video, Chat und E-Mail ausgebaut. „Wir bieten genau das, was unsere Kunden wollen: tägliche Bankgeschäfte mobil und online, persönliche Beratung nach Bedarf.“

Kontakt per Smartphone

Die Filiale an sich verliere für tägliche Bankgeschäfte bei Kunden immer mehr an Bedeutung, „das Smartphone wird zum wichtigsten Kontaktkanal“, so die Strategen in der Commerzbank. Daher soll die Betreuung über Beratungscenter ausgebaut und das bundesweite Filialnetz auf die bereits genannten 340 Commerzbank-Standorte reduziert werden. Geplant ist, bereits ab Oktober 2021 mit der Schließung der ersten rund 240 Filialen zu starten, die restlichen folgen 2022.

Im ersten Schritt beraten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden aus zentralen Standorten zunächst telefonisch. Ab Ende 2022 sollen Kunden hier eine umfassende und kompetente persönliche Beratung erhalten: Per Telefon, Video, Chat und E-Mail können sie von jedem Ort aus ihre Bankgeschäfte erledigen.

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